31. Dezember 2010

Top Neun.

Meine absolute Top-Neun der Anschaffungen fürs Goldstückkind in diesem Jahr! Reihum:
1. Ikea Küche. Robust, bezahlbar, aus Holz, lange bespielbar. Definitiv ein Geschenk, mit dem Mieke noch einige Jahre spielen kann. Zudem die Küche höhenverstellbar (!) ist. Plus: Ich hab sie allein in der Kürze einer Mittagsschlafzeit aufbauen können.
2. Wer hat aus meinem Becherchen getrunken? Im 2. Lebensjahr steht, nicht nur der Zahnpflege wegen, das Tassentraining ganz weit oben. Wie stolz die kleinen Mäuse sind, wenn sie das beherrschen! Absolut empfehlenswert sind die hübschen Tassen der Firma Rice in den tollsten Farben. Unkaputtbar und deshalb auch prima: die Becher von Ikea.
3. Jedes Kind braucht einen Kuschelfreund. Neben der immernoch heiß und innig geliebten Kuscheltuchwindel steht der nicht-wirklich gruselige Wolf Louloup von Ebulobo hoch im Kurs. Zu süß, die gefräßige, blaue Zunge. Und eine wahnsinnig gute Qualität. Für Großeltern, die was zum verwöhnen schenken wollen ;-)
4. Ein Wheely Bug!!! Klein, wendig in alle Richtungen, süß. Das sind die Merkmale des Wheely Bug. Gibt es in vielen Ausführungen, so auch als Kuh oder Biene. Anfangs zum laufen lernen genutzt kann Baby-Kleinkind bald die ersten Fahrmanöver starten. Für den Beginn definitiv besser als ein Bobby Car, weil niedriger. Kleine Minibeine...
5. Ein Kipper. Aus Holz. Man glaubt es nicht, aber was man damit alles machen kann... Schleichtiere einladen, ausladen, rumfahren, abkippen, wieder einladen... Super, wenn Mama auch mal ein paar Minuten Alleinzeit braucht.
6. Der Bugpod. Sieht etwas unspektakulär aus, ist aber eine sehr, sehr lohnende Anschaffung. Fix 2 Löcher in die Wand gebohrt (ich hasse Saugnäpfe!) und das Ding hockt bombenfest an der Wand. Der Käferkörper bietet viel Platz für tausend kleine Badeuntensilien und ist abnehmbar. Kann also auch bespielt werden. Und nach dem baden? Einmal damit durchs Wasser und schon ist alles wieder am rechten Platz. Wasser läuft von allein ab, so dass nix schimmelt. Oben bietet das Käferchen (wahlweise auch als giftgrüner Frosch erhältlich) Platz für ca. 3 Shampooflaschen. Also wenn das mal keine innovative Erfindung ist??? Danke, Boon!
7. Ikea. Ich liebe Ikea. Is eh klar. Mir war aber nicht so klar, wie lohnend die Ausgabe von 13€ für einen Hocker war. Der ist nämlich genau so groß, dass die kleine Madame auf dem oberen Tritt schön locker den Wasserhahn erreicht und seitdem begeistert Hände wäscht. Zähne putzen geht damit auch wesentlich besser. Und: auch für Mama und Papa ist es manchmal ganz schön sich im Bad hinsetzen zu können.
8. Der Trunki. Ich habe ja mittlerweile schon jedem davon vorgeschwärmt, aber ist eben wirklich toll. Den kleinen Reisekoffer in Handgepäckgröße gibt es in vielen verschiedenen Arten: als Feuerwehrauto, Käfer, Biene oder eben als Gruffalo (wer den nicht kennt: ab in den Buchladen!!!). Das süße Monster hat Hörner zum festhalten, Räder zum Rollen, einen Gurt zum optional tragen oder ziehen und innen viel Platz für einen Wochenendausstattung Klamotten oder Spielzeug für einen ganzen Urlaub. Wer mit Kind schon geflogen ist, weiß das Köfferchen bald zu schätzen. Aber auch für den Trip zu Omi absolut empfehlenswert!
9. Kindergeschirr. Siehe auch 2. In diesem Jahr hat Mieke ganz viel motorisch dazugelernt. Weg vom gefüttert werden hin zum "will selber machen". Dafür braucht man natürlich eigenes Geschirr. Supersupersüß die Teller und Schüsselchen vom Kuschelfreund Louloup. Schön, wenn das Kind die Dinge wieder erkennt. Nicht so schön: Material ist Melamin und das ist nicht bruchsicher. In der ersten ungeschickten Zeit und der späteren Trotzphase eventuell auf unkaputtbares Geschirr von Ikea ausweichen ;-)

Stiefel für 400€? Ein neuer Mantel? Ein Sofa? Was war eure Top-Anschaffung in diesem Jahr???

Jahresende.

Der allerletzte Tag in diesem Jahr.

Wisst ihr noch wie es als Kind war? Da hatte ein Jahr so etwas gewaltiges. Das ging quasi nie vorbei und man konnte die Großen immer gar nicht verstehen. Und heute? Hören wir uns auch ständig sagen wo nur die Zeit geblieben ist. Eben noch im Januar ist plötzlich schon wieder der 31.12.!

Wie es sich gehört bin ich ordentlich krank. Nach der letzten Angina hat die nächste nur ein paar Tage auf sich warten lassen. Und wen hat sie mitgebracht? Ihre gute, alte Freundin, die Mittelohrentzündung. Ganz schön anstrengend! Ich glaube so oft wie in den letzten 3 Monaten war ich vorher noch nie krank. Mein Körper kriegt jetzt also die zweite Antibiotika-Dröhnung innerhalb von 2 Wochen. Prost! Das heißt für heute Abend: ruhiges Silvester. Raclette, Freunde, Spiele. Chillig. Und neugierig abwarten, wie das Kind die ganze Knallerei findet. Das letzte Silvester hat sie ohne einen Mucks durchgeschlafen. Ich befürchte, dass ihr das heute nicht vergönnt sein wird. Aber wir werden sehen.
Der Alkohol und Non-Alkohol ist besorgt, das Raclettezubehör eingekauft und ich freu mich, trotz Abgeschlagenheit, auf heute Abend.

Und, weil ich es grad nicht oft genug sagen kann: Christian, du bist mein Held. Die letzten Wochen hast du dich ganz tapfer geschlagen und scheinbar alle deine Ängste und eigenen Sorgen über Bord geworfen und hast dich ganz bravourös als Ehemann, Unternehmer, Pferdebesitzer und Top-Papa geschlagen. Ich weiß, dass das knochenharte Tage für dich waren und rechne sie dir dafür umso höher an. Ein großes Prost auf dich. Immer und immer wieder!

Es ist insgesamt ein schönes Jahr, das zu Ende geht. Ein kleiner, persönlicher Jahresrückblick folgt im Januar.

Ich wünsche euch allen, egal wo ihr grad seid- ob im Harz, in Deutschland, in Europa oder am Ende der Welt- einen guten Rutsch. Nehmt euch die Zeit zum durchatmen und zurückblicken. Seid und bleibt dankbar für das, was ihr habt. Eure Kinder, eure Liebe, eure Gesundheit, eure Eltern,... Wir sind so gesegnet mit all diesen Dingen! Versäumt nie Unklarheiten und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, Unausgesprochenes belastet die Seele und das Herz.
Ich freue mich auf das nächste Jahr, auf all die schönen Momente, auf die herausfordernden und die lustigen. Ich freue mich, dass es euch alle in meinem Leben gibt.

Prost, auf ein Gutes!

28. Dezember 2010

Neue Qualitäten.

Was für ein paar wunderschöne, entspannte Tage liegen hinter uns!!!

Weihnachten letztes Jahr war schon schön mit den leuchtenden Kinderaugen...Aber dieses Jahr war unschlagbar!
Es hat richtig Spaß gemacht mit Mieke die Spannung aufzubauen und nach dem Weihnachtsmann Ausschau zu halten und ihren alles-in-einem-Gesicht-Ausdruck beobachten zu können. Sie war so seelig! Und der Weihnachtsmann hat genau das gebracht, was sie sich so sehr gewünscht hat: Schokolade und Gummibärchen. Da haben wir aber Glück gehabt. Auch all die anderen großen und kleinen Dinge haben aus unserem Töchterchen einen aufgedrehten Wirbelwind gemacht. 
Sie hat sich so gefreut!

Die Küche wird fleißig bespielt, Suppe gekocht, Lego gebaut, Bücher angeschaut, und und und. Genau so sollte es sein. Stressfrei, schön, glücklich. Für alle.

Christian hat sich viel Ruhe gönnen dürfen und Entspannung beim Pferd gesucht. Auch eine Art, runterzukommen und seinen Frieden in den "heiligen" Tagen zu finden. Mieke und ich waren viel unterwegs und auch das war entspannend, lustig und schön.

Nächstes Jahr wird dann noch ein Quäntchen besser, da gibt es dann einen Weihnachtsbaum ;-)

Danke an alle, die so lieb an uns gedacht haben. Wir haben uns über jede Karte, jedes Geschenk und jede Geste sehr gefreut! Nur so wird aus dem Weihnachtsbrauch ein warmes Fest - gefüllt mit den Menschen, die man liebt. 

♥

{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama

21. Dezember 2010

Wiedersehen.





Es sind Tage wie diese, die ein Mutterherz schmelzen lassen und mich so stolz machen.
Mieke etwa 4 Tage nicht zu sehen, ist für mich eine wirklich lange Zeit. Sie sieht für mich dann jedes Mal ganz neu und verändert und vieeeeeel zu groß aus!
Sie war ein so liebes, großes Kind heute! Hat mich kaum körperlich in Anspruch genommen, nachdem ich ihr erzählt habe, dass ich krank bin. Wir haben fast ihre komplette Schleichtiersammlung aufgebaut und aufgeräumt und aufgebaut und aufgeräumt...gepuzzlet (echt schwierig für kleine Menschlein)...neue Hausschuhe anprobiert und viel gekuschelt, soweit das eben ging.
Das Kleinkindantibiotikum als Gummibärchensaft getarnt findet auch sehr bereitwillig den Weg in den Mund, wenn Papi es verabreicht.
Ich bin so entzückt von diesem großen kleinen Wesen, das uns jeden Tag einmal mehr den Spiegel vorhält. Alles, was wir ihr jetzt beibringen, wird sie verinnerlichen und prägen. Wie großartig. Und wie verantwortungsvoll! Mit jeder Minute, die mich Mieke fordert, wird mir bewusst, wie abhängig sie von mir und ich von ihr bin. Sie macht mein Leben so viel besser, als ich es mir je hab vorstellen können.
Ich liebe dich, mein Mäusezähnchen. Schön, dich wieder im Arm zu halten!

Mooooooo...

....ment, kleiner Mann!!!
Herzlich Willkommen, Mo! Schön, dass du jetzt da bist. Wir freuen uns, dich bald kennen zu lernen und hoffen, dass Mami und Papi schnell total verknallt in dich sind! Mieke freut sich auf dich.

Los Leglos.

A London Wedding, Part 2 (the bad).


Der Grund, warum ich hier strikt schwarz-weiß gut und schlecht trenne ist, dass ich nicht möchte, dass sich das Brautpaar schlecht für die Umstände fühlt, die sie nicht beeinflussen konnten.

Unsere Hinreise am Freitag war noch ganz OK., unser Flieger war zwar leicht verspätet, aber das war auszuhalten.
Samstag früh riefen dann meine Eltern an: Mieke mit dicker, eitriger Angina. Fieber. Antibiotika. Verdammt. Aber gut, sie war ja in den besten Händen!
Frühstück-check.
Fertig machen-check.
Mit dem Taxi zum Standesamt fahren- wo ist das Taxi???

Es war tatsächlich nicht möglich innerhalb einer Stunden ein Taxi zu bekommen. Schneechaos in London (an etwa 8 von 365 Tagen im Jahr). 5 cm auf den Straßen und nichts geht mehr, Sommerreifen sei Dank. Wir kamen mit einer satten halben Stunden Verspätung beim Standesamt an, total angespannt und dann aber sehr glücklich da zu sein. Gott sei Dank wurden viele Hochzeiten etwas verschoben, sodass man auf uns warten konnte und wir die ganze Trauung miterleben durften.
Ab da fühlte sich mein Magen schon nicht mehr ganz so wohl. Ich schob es erstmal auf die Aufregung.

Das London Eye war beeindruckend, aber kalt. Sooo kalt. Da wir uns nicht groß bewegten...Frostfüße, Frostbeine, Frostalles.
Kleines Highlight: Nach dem London Eye kam endlich die Letzte im Bunde an, mit einem halben Tag Verspätung! Wahnsinn!

Der Abend im Restaurant war für mich schon ziemlich von der sich ankündigenden Angina geprägt: schwacher Kreislauf, schlimmes Halsweh, kein Essen aus Angst vorm Schlucken und nur ein Glas Wein, dafür 3 Kännchen Pfefferminztee.
Länger als 24 Uhr Ortszeit ging es für mich leider auch nicht, so gern wie ich auch noch geblieben wäre. Das hat mich am meisten geärgert. So tolle Gesellschaft (meine Passaumädls, die ich auch so gut wie nie sehe), so guter Wein, so leckeres Essen...und ich? Krank!

Der Höhepunkt kam allerdings Sonntag, den ich ohne Christian definitiv nicht überstanden hätte. Ich wollte dem Brautpaar und den Mädls unbedingt noch Tschüss sagen und schleppte ich mich ein bißchen durch die Stadt. Dann nahmen wir ein Taxi Richtung Stansted Express, der defintiv die schnellste Variante ist. Der war allerdings so überfüllt, dass ich keine Worte dafür finde. Laut IPhone sollte unser Flug aber pünktlich gehen, wir mussten also den erwischen. Christian quetschte mich in den ohnehin schon hoffnungslos überfüllten Zug und ich dachte (ohne Witz) ich müsste sterben. Ich hatte noch nie eine Panikattacke. Aber irgendwann ist ja bekanntlich immer das erste Mal. Ich bekam keine Luft, konnte nichts sehen, hätte schreien können. Ich hab mich irgendwie mit stupidem Zählen ablenken können, bis wir endlich da waren. Christian hat aus lauter Sorge um  mich ganz seine eigene Platzangst vergessen. Am Flughafen dann die nächste Herausforderung für meinen kranken Körper und Kreislauf: Ewige Warterei am Sicherheits Check. Anstatt mich einfach an jemanden zu wenden und darum zu bitten bevorzugt behandelt zu werden quälten wir uns Reihe um Reihe vor (wie gut, dass Trunki mit uns war, Miekes kleiner Minikoffer, auf dem man sitzen und rollen kann, den sie zu Weihnachten bekommt). Und was hat der ganze Stress gebracht? Nichts. Flug verspätet, Warterei auf dem Rollfeld weil kein Startplatz frei, 3 ungeduldige Babies an Board (die Armen. Und die armen Eltern...).
Deutschland sah allerdings nicht viel besser aus: Karte fürs Parkhaus verloren, Schnee ohne Ende, "unsere" Autobahn nicht geräumt.

Wenn´s läuft, dann läufts.

Danke Christian!
Danke Oma, Danke Opa, die sich erfolgreich und heftig mit dem Angina-Virus angesteckt haben, für eure Hilfe.
Danke Oma 2!!!

Danke lieber Arzt für die Antibiotika. Ich glaub, die helfen schon.
Danke liebe C., dass du dich um die anderen wichtigen Sorgen kümmerst!!!

So. Weihnachten kann dann also kommen.

♥



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A London Wedding, Part 1 (the good).

Letztes Wochenende war es endlich soweit:

My lovely E. (meine Beste noch aus Passauzeiten) und D. haben sich getraut.



Die beiden haben eine ganz bezaubernde Geschichte. E. hat ihren D. während ihres Auslandsjahres in Australien kennen gelernt. Dann ging sie fürs Studium zurück nach Deutschland. Hier hat sie sich dann 6 Semester bis zum Bachelor gequält und war in den Ferien immer Down Under. Die BA-Thesis wurde schon auf dem giftigen Kontinent geschrieben und seitdem lebt sie dort. Mittlerweile hat Picky ihr dauerhaftes Aufenthaltsrecht und die beiden sind Eltern der kleinen, süßen P. geworden.
Ich hatte also still und heimlich immer mit einer Hochzeit a la :"Tada, wir haben übrigens geheiratet" gerechnet und wenn nicht, dann mit einer in Australien. Als im August die Einladung für London ins Haus flatterte, war ich so froh, diesen wichtigen Tag mit ihr feiern zu können UND sie seit 2 1/2 Jahren mal wieder zu sehen.

Trotz kleinerer und größerer Verspätungen hier und da (in England gibt es keine Winterreifen und 5cm Schnee sorgen für echtes Chaos) schafften wir es Samstag zum Standesamt und trotz des festen Vorsatzes nicht zu weinen war es beim ersten Anblick der Braut und des Bräutigam um mich geschehen.
Die beiden sahen so glücklich miteinander aus, so sicher und so...angekommen. Wunderschön!
Eine Trauung in englisch ist außerdem gleich viel romantischer, die Worte klingen schöner und das Ehegelöbnis so wahr!
Ihr Zwei: Ich wünsche euch, noch mal, alles, alles Gute auf eurem zukünftigen Weg. Behaltet diesen Tag fest in eurem Herzen, er soll euch begleiten und erinnern an all die Gefühle, die ihr füreinander hegt. Seid gut zueinander, verständnisvoll und hört nie auf, euch zu sagen, dass ihr euch liebt. Ihr habt eine großartige, lange Reise hinter euch und es wartet jetzt der Rest eures Lebens auf euch. Eure süße Tochter ist nur der Anfang dieses neuen Lebens!
Ich bin so stolz auf dich, liebe E. Wie oft haben wir in meiner alten Küche gesessen bei Kaffee (und Buttermilch). Wie oft haben wir uns Gedanken über das Leben nach dem Studium gemacht. Über Kinder! Über uns. Über alles. Du warst mir immer eine so wertvolle Stütze, dein Rat war mir wichtig und es bricht mir das Herz, dass du so weit weg wohnst. Da ist es gut zu sehen, dass du bei deinem Mann in guten Händen bist und Australien ja eigentlich doch nicht so aus der Welt ist, wie ich es manchmal denke.

Ich hatte jedenfalls keinen Augenblick das Gefühl, dass wir uns so lange nicht mehr gesehen haben. Du hast also einen ganz festen Platz in meinem Herzen!

Die beiden haben den ganzen Tag wunderbar geplant und sich für die kleine Hochzeitsgesellschaft nette Kleinigkeiten einfallen lassen. Jeder war stolzer Besitzer einer Tasche gefüllt mir einer Einwegkamera für die besten Schnappschüsse, 2 Cupcakes und Sandwiches, damit wir den Tag bis zum Abendessen überstehen. Vom Standesamt ging es mit den berühmten schwarzen Cabs zum London Eye, wo wir einen kleinen Sektempfang bekamen (Schade für Christian, der sich aufgrund von Höhen-und Platzangst für einen Bummel am Themseufer entschloss). Von oben ist London noch beeindruckender.
Für uns steht fest, dass wir da unbedingt noch mal hin müssen. So viele wichtige Gebäude, so viele coole Pubs, so viele charmante Läden...

Nach der Fahrt mit dem Riesenrad fuhren wir gemeinsam ins Hotel der beiden, wo wir die Suite bestaunten (ein unerwartetes Upgrade, aber sehr willkommen), mit dem Baby schäkerten und die Füße warm föhnten.
Das Abendessen fand im angrenzenden Restaurant statt, das ganz liebevoll-stylish hergerichtet war... Fotos der beiden, kleine Details...Alles zusammen sehr perfekt und wunderschön. Eben passend!

Zum Dinner gab es eine extrem emotionale Ansprache des Bräutigams, der alle tief beeindruckt und (zumindest die Mädls) schluchzend hinterließ. Das Essen war grandios, der Wein absolute Spitzenklasse (Thank you both, I LOVE Shiraz!!!) und alles so entspannt und schön. Das ist der Vorteil kleinerer Hochzeiten: Man hat Zeit, sich mit jedem wirklich zu unterhalten.

Sonntagsausklang war stressfrei: Ausschlafen-Covent Gardens-Flughafen-Deutschland.

Danke, dass wir dabei sein durften und ihr euch so sooo viel Mühe gegeben habt!
We love you!

12. Dezember 2010

Kalt.Allein.Hunger.

Er ist nicht immer so einfach, der Alltag. Das Erwachsen sein. Das Leben halt.

Die letzten, fast 3 (!!!) Wochen ohne meinen Mann waren eine große Herausforderung.
Da merkt man umso mehr, wie sehr man sich miteinander arrangiert, im Positiven. Wie man unbewusst Pflichten aufteilt und wie es ist, wenn man plötzlich alles allein machen soll.
Wenn einem abends manchmal einfach der Antrieb und die Energie fehlt, sich selbst zu bekochen (Mieke hat derzeit ihre Nudel-und Suppenphase, das kann ich nicht jeden Tag essen...).
Wenn man sich so über etwas gefreut/geärgert/gewundert hat und es dann doch nicht mit dem Menschen teilen kann, der am allerwichtigsten ist.
Wenn man abends allein ins kalte Bett geht und nach der 1. Woche merkt, dass man unter akutem Schlafmangel leidet. Weil man das Bett anfängt zu meiden.

Es ist so gut, dass du heute wieder kommst, mein Herz.

Wie immer haben die Omas einen grandiosen Job gemacht und Mieke wegorganisiert und einiges möglich gemacht. Es ist aber einfach nicht das Gleiche.
Blöder Zufall, dass auch in dieser Zeit die Freunde nicht soooo viel Zeit hatten.Vorweihnachtsstress-Ende des Jahres-Staatsexamenvorbereitung-Fortbildung-beschäftigt sein.

Meine allerliebste S.: Danke, dass es dich gibt. Ich weiß, es ist grad viel alles. Und du denkst, du schaffst das nicht. Und überhaupt...Warum ist immer alles gleich so krass stressig? So sehr, dass man kaum Zeit füreinander finden kann. Weil es immer bei dir oder bei mir nicht passt...
Du fehlst mir so sehr. Du, die mich seit schon-immer kennt. Du, die mir immer den Kopf aus dem Sand zieht...
Die 4 Stunden am Samstag haben so gut getan. Euch mit Fräulein Mieke zu sehen, das schmilzt mein Herz! Wie lieb ihr zu ihr seid und zu spüren, wie sehr sie euch mag, trotz der wenigen Zeit, die ihr grad miteinander haben könnt... Ich könnte es mir nicht schöner vorstellen!



Ihr sorgt dafür, dass mein Herz wieder im Gleichklang schlägt und ich die Ruhe und Geduld finde, die ich jeden Tag brauche.

Ab morgen ist wieder alles gut, dann ist er hier und ich da, wo ich hingehöre. An seiner Seite.

♥

{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama

8. Dezember 2010

Mein Mann, meine Geliebter, mein bester Freund.

Als ich dich kennen gelernt habe, wußte ich nicht wohin ich gehöre. Wo mein Platz im Leben ist. Wer ich bin. Wieviel Liebe mein Herz geben kann. Ob es das überhaupt kann.

Ich weiß, du hast es nicht leicht gehabt mit mir! Noch nie, nie, nie hat sich jemand so ins Zeug für mich gelegt. Die Abende mit Becks und Zigaretten. Passau. Wir zwei, viele Worte. Briefe. Blumen.
Nähe.

Immer wieder du, nur du. Wir funktionieren wider jeglicher Logik. Yin und Yang.

Ferne!
Ich vermisse dich. Du fehlst mir, in jedem kleinen Moment!
Keiner, der mit mir abends kocht.
Keiner, der einen Wein für mich öffnet.
Keiner, der sich nachts ankuschelt.
Keiner, mit dem ich mich streiten kann.

Und ja- was können wir streiten! Ich sag ja: wider jeglicher Logik!

Ich, temperamentvoll, aufbrausend, stur!
Du, ruhig, verständnisvoll, eigensinnig!

Ich liebe dich. Du bist mein, ich dein. Du bist mein Leben.
Danke für die letzten 3 Jahre.
Danke, dass du so bist, wie du bist.
Danke, dass du am richtigen Tag "Ich will" gesagt hast.

Ich will dich. In meinem Herzen, in meiner Seele, in meinem Kopf. Du bist ein Stück von mir und machst mich selbst sichtbar.


Sie beisst und kratzt,

wenn ihr was nicht passt.
Sie geht keinem Streit aus dem Weg,
sie weiss, was sie will
und das sehr genau - 
oh man - ich mag diese Frau.

Sie liebt und hasst,
bei ihr geht nichts auf lau.
Sie ist der Typ
für den ich Sterne klau.
Stur wie tausend Rinder,
Mutter meiner Kinder -
oh man - ich mag diese Frau.

Krieg und Frieden,
hassen oder lieben,
alles ist drin bei dieser Frau.
Offen und ehrlich,
zärtlich und gefährlich,
schön und stolz wie ein Pfau.


Sanft und kantig,

liebevoll und grantig
und so kühl wie der Morgentau.
Stur wie tausend Rinder,
Mutter meiner Kinder -
oh man - ich mag diese Frau.

Im grössten Streit
gibt sie niemals auf,
und ist das Argument
auch noch so schlecht.
Sie weiss, sie gewinnt
ja, das weiss sie genau -
oh man - ich mag diese Frau.

Seit mehr als zehn Jahren
liegen wir uns in den Haaren
und hoffentlich wird's niemals anders sein.
Wir werden beide älter,
die Haare etwas grau -
oh man - ich brauch diese Frau!


Dirk Busch.

6. Dezember 2010

Nikolausi.

Es ist so wahr! Die Weihnachts- und Adventszeit macht mit Kind doppelt so viel Spaß!
Mieke hat sich heute de facto von Süßigkeiten, einer Flasche Milch, zwei Stückchen Mandarine, Quarkstollen und fünf Gabelnudeln ernährt. Das ist doch mal eine ordentliche Nikolausbilanz.

Und wie überraschend auch selbst einen gefüllten Stiefel zu finden. Voll mit schönen Sachen, besser hätte der Tag nicht enden können. Danke, liebster Mami-Nikolaus!

Es ist kein Geheimnis, ich liebe die Weihnachstzeit. Lichter in den Fenstern, Adventskranz, Glühwein, Vorfreude, Plätzchen backen...das alles ist für mich Bestandteil der definitiv besten, fünften Jahreszeit. Aber auch ich ertappe mich mittlerweile in dem so Erwachsenen-typischen Gestöhne, wenn der Dezember ins Haus steht.
Ich vermisse das unbeschwerte Gefühl der Kindheit. Als alles freiwillig und ohne Muss war. Da leuchteten die Augen bei festlicher Dekoration. Das Weihnachtsbaum schmücken war festes Ritual am heiligen Abend. Geschenke? Hat man bekommen. Selbst hat man ein Bild gemalt oder eine Collage gebastelt oder einen krakeligen Gutschein über "Einmal Frühstück machen" verfasst. Und jetzt? Ist man selbst der kleine Weihnachstwichtel, der sich dreht und organisiert und vorbereitet, damit alles schön ist. Um sich letztlich doch im vorweihnachtlichen Stress zu verlieren!
Plötzlich hat man einen vollen Schreibtisch, der bis Jahresende geräumt sein will. Altlasten entsorgen quasi. Verpflegung und Freizeitprogramm planen. Und mittendrin feststellen, dass noch nicht alle ausgedachten Kleinigkeiten besorgt sind. Denn das, was immer fehlt, ist ZEIT.

Ich wünsch mir mein Weihnachten zurück!

5. Dezember 2010

Vor 20 Jahren.


Kennt ihr diese besonderen Erinnerungen an Momente eurer Kindheit? Solche, die ihr für immer mit bestimmten Gerüchen oder Geschmäckern oder Personen verbinden werdet?

Wir waren als kleine Kinder oft bei den Eltern meiner Mama. Die haben am Ort gewohnt und waren daher immer in Reichweite. Die Eltern meines Papis haben wir nur selten sehen können, da Thüringen zu DDR-Zeiten ohne Auto kaum erreichbar war und uns danach die 3 Stunden Autofahrt auch des Öfteren abhielten für ein Spontanwochenende dorthin zu fahren.
Wenn wir aber ein paar Tage dort verbrachten, war meist eine Familienfeier der Anlass. Und bei 4 Geschwistern und unzähligen Onkels und Tanten gab es oft etwas zu feiern...
Ich ertappe mich noch heute, wie ich in Gedanken durch die "alten Häuser" (jetzt sieht eben doch alles ganz anders aus) schleiche auf dem Weg zur Kuchenkammer mit den minikleinen Kuchenstücken in unzählbaren Variation. Oder die Erinnerung an die Schlafzimmer mit den Weberknechten in den Ecken sind noch sehr lebendig. Und, dass es immer ganz dicke Daunenbettdecken gab. Hieß auch: Man konnte sich, einmal ordentlich zugedeckt, nicht mehr wirklich bewegen. Dafür wars warm.
Hasen gab es bis vor ein paar Jahren und Hühner. Und ganz früher sogar Schweine. Die haben mich mal über den Hof gejagt. Konnt ich ja nicht wissen, dass die kurzsichtig sind!
Die Familienfeiern jedenfalls waren immer ganz entspannt. Tausend Leute, die ich nie kannte, viele Kinder, Brause bis einem schlecht wurde, Süßigkeiten und eben viel, viel Familie. Langweilig war das, wenn auch dorfig, nie.

Es war richtig schön dieses Wochenende mein Kind in eben dieser Umgebung zu beobachten. Auch sie hat Plätzchen naschen dürfen, wurde von hundert Händen über das Köpfchen gestreichelt, hatte fremde Kinder um sich, mit denen sie sich (oder die sich mit ihr?) beschäftigen konnte. Hat Tauben und Katzen beobachtet. Und ihre Liebe zu Blasmusik entdeckt. Ich persönlich meine in ihrem Blick den Entschluss reifen gesehen zu haben später auch mal Tuba oder Trompete spielen zu wollen.
Es war herzzerreißend süß zu sehen, wie offen sie gegenüber all den neuen Menschen war und wie verliebt jeder gleich in sie war!

Nach einer langen Feier für Mieke, bis kurz nach 9 (!), bin ich mit ihr gemeinsam ins Bett gehuscht. Und auch das war ein ganz schöner und neuer Moment für mich. Vielleicht auch für uns. Sonst gehen wir ja getrennt ins Bett und Mieke kommt manchmal früh zu uns oder wenn sie eben krank ist. Aber dass wir uns beide zur gleichen Zeit ins Bett legen gab es so noch nie. Ich dachte sie würde nach dem aufregend-vollen Tag sofort tot umfallen, aber nein! Mieke hat mir noch eine Weile alles erzählt, was für das kleine Hirn und Herz von Bedeutung war ("Katze schläft drinnen, draußen kalt!", "Papa arbeitet", "Oma Opa noch nicht schlafen", "Anni tanzt", "Onkel Jörn Musik macht...Mieke auch Musik macht!"....) und ist dann irgendwann still geworden, hat sich den Zipfel ihrer Windel ins Gesichtchen gezogen, hat den Leuchtnuckel betrachtet und ist dann ganz friedlich angekuschelt eingeschlafen.
Kann es einen schöneren Abend für ein Muttiherz geben? Ich glaube nicht...

♥

{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama