24. Mai 2012

Sommer, endlich.







Wieder mehr offline, dafür ist endlich der Sommer da, mit voller Kraft. Oben unser instagramter Tag von heute. Viel Sonne, Wasser aus dem Springbrunnen und ein pitschepatsche nasses Kind, das gottseidank frisch gekaufte Wechselsachen in der Tüte hatte.
Ach, und seit neustem fahren wir Rad. Und ich meine: ernsthaft Rad. Morgens 6 km, dann zur Arbeit nochmal 3 und wieder Retour das Ganze. Manchmal bauen wir einen kleinen Umweg durch die Stadt (Obst. Gemüse. EIS!) oder zu Freunden ein. Sie liebt es, soooo sehr! Ich denke ernsthaft über die Anschaffung eines Fahrradanhängers nach...
Sollte hier jemand einen Croozer for 1 in der Garage haben, nicht mehr gebraucht...ich wäre ein dankbarer Käufer!


7. Mai 2012

Early Night.

Es hätte so schön werden können. Eine richtige Lovestory, quasi.
Innig und warm, ganze 10 Stunden!
Ich und mein Bett.

Die Vorzeichen standen gut - Mieke ging rechtzeitig ins Bett und schlief verhältnismäßig gut ein. Ich wollte grad ignorant die Bügelwäsche und das Geschirr links liegen lassen, da fiel es mir wieder ein: der Kuchenbasar!

Verdammt.

Hab ich für morgen doch echt n Kuchen versprochen, ich Depp.
Aber hey, da tut es ja auch mal eine Backmischung, oder? Die war zwar verfallsdatumstechnisch abgelaufen, aber was soll da schon passieren? Beim zusammenrühren und 200g Butter später wusste ich es dann: Kann wirklich schlecht werden, kleine Tierchen wühlten durch das Mehl.

Also den kompletten Teig einmal ins Klo, neues Rezept gesucht, gerade so alle Zutaten zusammengekratzt und es ging an den 2. Versuch. Ordentlich Schweinerei später backt der Kuchen nun endlich im Ofen. Voraussichtliche Backzeit: 50 Minuten. Das heißt: bis kurz vor 23:00. In Worten: dreiundzwanzig.

Ich könnt grad kotzen.

6. Mai 2012

Großeltern.


Mieke auf Oma Annelieses Arm, April 2009.

Opi Ottmar, kurz vor seinem Tod. Immer noch tapfer und so gütig.

Man sagt: "Um Kinder groß zu ziehen braucht es nicht nur Eltern, sondern ein ganzes Dorf."

Ein sehr wichtiger Grund für uns als Familie hier im Harz zu nisten, war und ist ganz klar auch, dass beide Omas und Opas hier vor Ort sind. 
Sie kennen unser Kind so gut wie wir, haben eine starke Bindung, genießen diese neue Situation auch mal nicht erziehen zu müssen und entlasten uns im Alltag ungemein! 
Bin ich mal krank und Christian nicht da, kann Mieke bei ihren Großeltern bleiben. Möchten wir Zweizeit haben, kann sie bei ihnen schlafen. Wir sind froh, dankbar, glücklich - darüber, dass wir sie haben und möchten sie zu keiner Zeit missen.
Auch wenn sich alle erst an die Konstellation gewöhnen müssen - aus den eigenen Kindern werden plötzlich Eltern, deren Weg und Erziehung man ebenso akzeptieren muss wie wir die Unterschiedlichkeiten, die die Großeltern an den Tag legen - so ist es doch eins der wertvollsten Dinge, die wir hier haben!

Ich selbst hatte eine sehr enge Bindung zu meinen Großeltern, die im gleichen Ort wie ich wohnten. Die anderen beiden waren irgendwie zu weit weg, wir haben uns nur wenige Male pro Jahr gesehen - das Verhältnis war freundlich und lieb - aber nicht so tief.
Opi Otti und Omi Anneliese hingegen waren bei mir sehr beliebt. Ich erinnere mich zu gut an all die Ausflüge, die mein Opa mit uns in den Wald unternommen hat. Oder an die Rommee-Abende, die wir zu dritt verspielt haben, im Hintergrund sang Tony Marshall, Omas Lieblings-CD. Durfte ich mal bei den beiden schlafen, gab es zum Abendbrot immer Spiegelei - zu Hause meist undenkbar ;-) 
Die beiden waren schon als ich klein war, ziemlich alt. Nicht mehr so agil wie es derzeit meine Eltern/ Schwiegereltern sind. Trotzdem habe ich sie genossen, sehr!
Mein Opa starb im Jahr 2000, also nunmehr schon fast 12 Jahre her. Er hat Mieke nicht mehr kennen lernen dürfen.
Meine Oma ging 2009 von uns und hatte noch das Glück Mieke einige Male in ihrem Arm zu halten - ganz stolz war sie. Auch wenn sie ansonsten im Alter immer schwieriger wurde, so waren die Besuche mit Mieke immer ihre Highlights! 
Daran wird sich Mieke natürlich nicht mehr erinnern, sie war viel zu klein. Dafür erzählen wir ihr davon, immer und immer wieder. Sie lebt im Hier und Jetzt, genießt ihre Omas und Opas.

Als mein Opa starb, war das schlimm. Ich glaube, es ist bisher der schlimmste Tod, den ich verarbeiten musste. Er war zwar alt und sein Tod war eine Erlösung vom Krebs - aber trotzdem. Sein Verlust ist nachhaltig. Ich denke ganz oft an ihn und manchmal bin ich einfach nur tieftraurig. 
Er. Ist. Nicht. Mehr. Da.
Nie wieder. Endgültig. Er kommt nicht mehr zurück, egal wie sehr ich mir das wünsche. Oft denke ich: "Hätte ich noch dies oder jenes gesagt, gezeigt,..." Aber dafür ist es zu spät. Ich vermisse ihn. Die Gespräche. Seine Weisheit und Erfahrung. Den Glanz in seinen Augen, wenn er begeistert von etwas erzählt hat. Seine Leidenschaft für Fossilien (liebt Mieke deshalb Steine so sehr???). Wie gern würde ich manchmal seine Meinung wissen. Und ihn einfach in den Arm nehmen.
Geht nicht mehr.
Ich tröste mich oft mit dem Gedanken, dass er ganz sicher seinen Anteil an vielen Dingen im Diesseits hat und quasi von oben schützend seine Hände über uns hält. Und doch: Wärst du doch hier, liebster Opi!!!

Mieke hat das große Glück gleich vier Mal diese Liebe erfahren zu dürfen und ich wünsche ihr, dass es noch lange bei uns bleibt, dieses große Glück!

3. Mai 2012

Schlafen.

Keine Lichterkette, keine Musik. Keine Videos, nichts.
Nur Mieke, Anke (die neue Kuschelmaus), Egon (der alte Kuschelhase), Elfride (die Puppe) und das Bett.
Mehr verträgt das kleine Wesen nicht um zur Ruhe zu kommen.
Maximal eine spaltbreit geöffnete Tür. Mehr ist momentan mit Mama nicht mehr verhandelbar.
Außer ein paar extra Küsse und Drücker.

Schlaf mein Kindlein, schlaf. Dein Kopf braucht >PAUSE