30. April 2012

Geburt.

"Oma, ich war auch schon mal im Krankenhaus. Als ich geboren wurde. Damals, als ich aus Mamis Bauch rausgekrabbelt bin. Da war ich ein ganz kleines Baby. Und weißt du was? Da hab ich auch ganz gern Milch getrunken, aus Mamis Brust!"

So einfach ist das mit 3. Zucker.

Freie Tage.

 
 
 
 
 
 



 
 


Dank Brückentag und erstem Mai haben wir Zeit für ein paar entspannte, freie Tage. Miekes Favoriten!
Noch dazu war die Lieblingscousine zu Besuch - da hält beide nichts mehr. Große Liebe.
Die Tage sind erstaunlich sonnig und heiß, Kleider haben Hochsaison. Samstag war der Geburtstag der Schwiegeroma (also die Mutter der Schwägerin, meine ich...)
Die Kinder waren happy und machten Freude, rundherum. Ein Schlossbesuch, Bimmelbahnfahrt, kollektives pullern (denn das ist ähnlich ansteckend wie, meinetwegen, Schnupfen) und viel Quatsch. Miekes Highlight war definitiv der überraschende Schlafgast! Sie liebt ihre Cousine so sehr, sie kam vor lauter Aufregung gar nicht in den Schlaf. 


Der Morgen "danach". Nicht im Bild: Meine kleinen Augen.

 
 
 


Das letzte Bild zeigt ein etwas verzweifeltes Kind, just nachdem die Cousinen wieder gen Heimat nach Dänemark aufbrechen mussten. So sieht Herzschmerz mit 3 aus!


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{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama

24. April 2012

Herz-Kopf-Bauchgefühl.

Immer wieder erwische ich mich bei dem Gedanken eine zweite Schwangerschaft zu durchleben.

Seitdem ich eigene Vorstellungen von meinem Leben und Familie entwickelt habe, waren da immer 2 Kinder in meinem Kopf. Nach Miekes Geburt mussten wir uns erstmal als Familie zu dritt einfinden und haben auch diese Zeit gebraucht - in unserer Partnerschaft, in unserer Rolle als Eltern - überhaupt.
Aber jetzt, da ist Mieke 3. Und ich fühle ganz deutlich, wie der Wunsch nach und nach immer mehr Platz in meinem Kopf einnimmt, wie er sich einnistet und es sich bequem macht.
Ich erinnere mich mit so viel Wärme und Liebe zurück an die Schwangerschaft mit Mieke, an die ganze Neugier und Spannung, den Ultraschall, den wachsenden Bauch, ein Körper, der eben das tut, wofür er im Grunde gemacht ist - das ist etwas ganz Besonderes! Die Geburt, dieses schöne, lebensverändernde Ereignis, das bis heute sehr präsent in meinen Erinnerungen ist.

Er ist wieder da - der Wunsch nach einem Kind. Und zwar des Kindes wegen. Der Liebe wegen. Aber nicht für Mieke oder für irgendwas. Nur der tiefe, ehrliche Wunsch nach einem Leben, in mir drin.

Der Kopf allerdings zählt grausam und monoton auf, was dagegen spricht.

Eine Situation, die mich ratlos und traurig macht. Ohne Allheilmittel.
"Aber sei doch froh, du hast doch wenigstens schon ein ganz tolles Kind."

Darum geht es nicht. Aber das ist schwer verständlich zu machen.

Warten. Hoffen. Kopf und Herz in Einklang bringen, wie auch immer.

22. April 2012

Offline.

 
 
 
 
 

In letzter Zeit schaffe ich es einfach nicht, das Leben in Worte zu fassen. Haus, Arbeit, Zwischenmenschliches und meine süße Tochter halten mich davon ab, diesen Blog mit Posts zu füllen - das Leben offline sozusagen.

Dabei gäbe es doch so viel zu erzählen von Walpurgisvorbereitungen (Näh- und Schminkvorhaben), Kindergarteneingewöhnung (erstaunlich komplikationslos), vorausschauenden Essensplänen (3 Wochen!) und dem Vorhaben, weniger "Fertiges" (im Sinne von stark verarbeitet) und "Süßes" (Industriezucker ist der erklärte Feind ;-)) zu essen und, und, und.

Keine Sorge, die Blogzeit kommt wieder, doch momentan genießen wir die Zeit intensiv miteinander - da hat der Laptop weniger Platz. Mieke ist zudem sehr lieb und ausgeglichen und macht es mir damit umso leichter.

Die Bilder sind alle von heute, Bürgerpark und Brunch auf dem Markt, inkl. Hüpfburg. Schöner kann in Miekes Augen ein Sonntag gar nicht sein!

10. April 2012

Ostern, heiter bis wolkig.






Es lag weniger am Wetter als an der Unlust die Kamera in die Hand zu nehmen - dieses Ostern gab es "nur" instagramed IPhone Bilder.
Manchmal erleichern sie mich, fangen den Moment ein - genau da, wo man ihn braucht. Im Hier und Jetzt.

Ostern war im Vergleich zum letzten Jahr etwa 15°C kälter, wenig sonnig, dafür aprilig vom allerfeinsten. Gestört hat es uns letztlich nicht, denn mit Jacke und Schirm kann man schließlich auch an die frische Luft. Ob zum reiten, Eier suchen oder Miniroller fahren -egal!
Die Tage waren geprägt von Familienzeit par excellence, Pferd, Essen, naturgefärbten Eiern und viel, viel Schokolade.

Und ja - am Kinderschminken kommt sie einfach nicht vorbei!

Wir hören uns, ganz bald. Momentan brauch ich ein bißchen Online-Detox.

1. April 2012

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{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama



Erziehung, mit drei.

Das Leben mit Kindern ist so Vieles: zeitaufwändig, nervenraubend, anstrengend, stressig und vor allem wunderschön.

Die letzten drei Jahre mit Mieke an meiner Seite haben Facetten meiner Persönlichkeit zum Vorschein gebracht, die ich vorher nicht kannte, meine Nerven beinah reißen lassen, den Körper unter chronischen Schlafmangel gesetzt, der Psyche unbekannte Sorgen verschafft und mich Dinge lernen lassen, von denen ich nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Dieses kleine Wesen kann innerhalb weniger Minuten alle Gefühle der Welt in mir auslösen und mich fordern, wie kein anderer Mensch.
Und doch würde ich all das immer wieder auf mich nehmen, nur um diese Liebe erfahren und spüren zu können. Diese bedingungslose, reine Liebe. Alle Selbstzweifel und Sorgen nehme ich in Kauf, nur für diesen Moment vor gut 3 Jahren - damals im Krankenhaus. Dieser Moment, wo das kleine, rosige, verschmierte Baby auf meinen Bauch gelegt wurde und durch mich diese Welt entdecken durfte. Dieser Moment, der unser ganzes Leben veränderte und es dabei so viel schöner machte.

Ich bin stolz und freue mich, sie mit jedem Schritt auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Aber die letzten 3 Jahre waren nicht immer schön, sie waren und sind oft auch einfach nur anstrengend.

Das erste Lebensjahr mit all seinen Herausforderungen: Stillen, abstillen, laufen lernen, durchwachte Nächte, die ersten Kinderkrankheiten und das Einfinden in die neue Rolle als Eltern.

Das zweite Lebensjahr mit dem Jonglieren zwischen Kind und Karriere - Mieke und Job. Dazu eine Trotzphase par excellence mit allem, was dazu gehört: Schreianfälle, öffentliche Auftritte, Wutausbrüche, Tränenbäche... Nicht immer konnte (und kann!) ich da so gelassen sein, wie ich es gern wäre. Auch wir als Eltern sind nicht jeden Tag gleich und haben mit den eigenen Befindlichkeiten zu kämpfen. Kommt dann auch noch ein permanent trotzendes Kind dazu wird es schwierig und manchmal auch einfach nur laut. Was ich gelernt habe ist, dass es Mieke absolut zerfrisst, wenn ihre Eltern richtig böse und wütend mit ihr sind. Dann kriegt der kleine Körper sich kaum ein vor Kummer und alles schüttelt sich. Meist hilft es in solchen Momenten, sie aus der Situation zu nehmen, sie auf den Schoß zu setzen und zu warten, bis sie kognitiv wieder erreichbar ist... Schwer wird es, wenn sie in dem Anfall jegliche Contenance verliert und den Körperkontakt nicht duldet. Denn obwohl sie Nähe nicht will, erträgt sie dann Distanz auch sehr schlecht...Da passieren Momente Revue, die für uns beide wirklich nicht schön waren.

Ziemlich genau um den dritten Geburtstag herum hatte ich erstmals das Gefühl, dass sie nun endlich im Leben und ihrem Umfeld angekommen ist - sie kann sich verständlich machen mit den meisten Schattierungen ihrer Gefühle und bekommt entsprechendes Feedback. Ein großartiger Zustand für alle. Sie scheint mittlerweile ganz genau zu wissen, was die einzelnen Gefühle bedeuten und kann sie richtig einordnen.
Meistens ist sie ein kleiner, lustiger Sonnenschein, der sich clever Zusammenhänge erschließt und ziemlich fixiert auf sein nähstes Umfeld ist. Mama, Papa, Oma, Opa...alle sind da sehr wichtige Wegbegleiter.
Und schwupps, steht die nächste Herausforderung in der Tür. Seit kurzem bleibt mir manchmal fast der Atem weg, wenn ich sie agieren sehe. Da kommt ab und an ein freches Mädchen durch, dass weder Grenze noch Benehmen kennt. Es zeigt sich bisher nur in kleinen Dingen, aber das macht sie nicht weniger schlimm bzw. beachtenswert. Die nächsten Monate werden demnach nicht minder anstrengend, denn wenn eines wirklich nicht geht, dann ist es schlechtes Benehmen. Freche Widerworte, der falsche Tonfall, ein bestimmendes Wesen...Plötzlich bekommt die eigene Kindheit und die dadurch geprägte Erziehung einen ganz neuen Anstrich. Wie oft habe ich gehört: "Sei nicht so frech" oder "Jetzt reden kurz Mama und Papa" oder auch "Nicht in diesem Tonfall". Und jetzt? Da schallt es wie ein Echo aus unseren Mündern.
Es ist eine schwierige, sehr subtile Form der Erziehung, die nach wie vor eins vehement einfordert: die magische Konsequenz.

Ich wünsche mir, dass Mieke irgendwann begreifen kann, dass diese Konsequenz zu ihrem Allerbesten ist. Wir geben uns die allergrößte Mühe, sie als demokratischen Menschen zu erziehen, der in weiten Teilen mitbestimmen darf und soll. Sie wird gehört - aber dazu muss sie eben auch auf uns hören.