Montag war es soweit:
Mieke hat ihren 1. Geburtstag gefeiert!
Kaum zu glauben, dass die kleine Dame schon ein Jahr bei uns wohnt.
Wir erinnern uns noch genau an ihre Geburt, die so unkompliziert und schmerzlos (naja, soweit das eben schmerzlos sein kann) war, wie man es sich wirklich nur wünschen kann.
Sie kam exakt eine Woche zu früh, wie erhofft als Sonntagskind.
Wir waren etwa 3 Stunden mit schnellen und starken Wehen recht unsicher zu Hause, bis mein Mann entschied bei 3minütigen Abständen der Wehen doch ins Krankenhaus zu fahren (bis dahin war ich mir nicht sicher, ob das wirklich Wehen wären).
Ankunft Parkplatz 2:17 ("Wo müssen wir denn hin?")
Ankunft Kreißsaal 2:19 (aufmunternde, tolle Hebamme: "Na das sieht doch schon gut aus...")
Verabschiedung meines Mannes 2:32 ("Ich geh mal schnell auf Klo...und kann ich jetzt endlich deine Mama anrufen???")
Ankunft meiner Mutti 2:46, rechtzeitig zum Endspurt.
Hebamme zwischen zwei Presswehen: "Das Köpfchen ist schon da - wollen Sie mal fühlen?" "Ähm...NEIN." Blick zu meinem Mann. Ich guck zu ihm. "NEIN" im Duett.
Ankunft Mieke um 3:17 Uhr. Zierlich perfekte 2900 Gramm, 49 cm, 34 cm Kopfumfang.
Hebamme zum Papa: "Wollen Sie die Nabelschnur durchschneiden?" Er, ganz bester Schwiegersohn mit etwa tausend Pluspunkten auf dem imaginären Sympathiekonto: "Ach nein, das darf die Oma machen." Frisch gebackene Oma stolz wie ein Spanier!!!
Wo bleibt die emotionale Dusche? Wir waren nicht hysterisch, nicht weinerlich (was sich momentan mit jedem neuen Baby aber verschlimmert), nur fasziniert.
Von diesem kleinen, kleinen Menschlein. Das ich mir so anders, so knautschiger, so schmieriger, irgendwie "hässlicher" vorgestellt hatte. Und da war sie, ganz wunderschön. Lange Wimpern, viele Haare, verschlafen, hungrig, süß!!! (Ich glaub im Nachhinein DAS ist die emotionale Dusche...denn sie war schon schmierig und knautschig. Beweisen die Bilder...).
Hebamme zu mir: "Wollen Sie sich die Nachgeburt ansehen oder mitnehmen?" "Ähm...NEIN! Und Papa will auch nicht!!!" Dafür wollte die Oma unbedingt.
Nie hätten wir gedacht, dass wir ein solches Glück erleben und in den Händen halten dürften. Aber da war sie, unsere Tochter. WOW.
Komisch, jetzt könnte ich heulen bei dem Gedanken daran!
***
Und heute? Ist sie immer noch ein Sonnenschein, ein glückliches Kind und so voller Freude. Versucht sich hochzuziehen, spricht ihre ersten Worte und ist schon so groß.
Schnief.
Aber es hat auch viel Schönes, wenn die Babies langsam zu kleinen Kindern werden, ihre Blicke, ihre Kommunikation - das ist alles schon ganz anders als dieses schreiende, kleine Bündel.
Einer der besten Tipps, den ich mal bekommen habe: Warte nie auf dies oder jenes, sondern genieße jeden Tag mit ihr, so wie er eben kommt. In dieser Zweisamkeit werdet ihr das nie wieder erleben.
So wahr!
Der Geburtstag ist auch der Grund, warum ich meine Dawanda-Wunschliste rechts entfernen konnte...Mieke ist stolze Besitzerin einer Krippentasche (ausgerechnet von einer Freundin, die nicht mal meinen Blog liest!). Und hat ihre eigene Taschentuchtasche (TaTüTa...). Danke, Danke, Danke
A.!
Mieke mit Kumpel Henri im Bällebad...
Danke allen.
Sicher, ein stressiger Tag, an dessen Ende Mieke einfach nur tot ins Bett gefallen ist, aber auch ein schöner.