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24. April 2012

Herz-Kopf-Bauchgefühl.

Immer wieder erwische ich mich bei dem Gedanken eine zweite Schwangerschaft zu durchleben.

Seitdem ich eigene Vorstellungen von meinem Leben und Familie entwickelt habe, waren da immer 2 Kinder in meinem Kopf. Nach Miekes Geburt mussten wir uns erstmal als Familie zu dritt einfinden und haben auch diese Zeit gebraucht - in unserer Partnerschaft, in unserer Rolle als Eltern - überhaupt.
Aber jetzt, da ist Mieke 3. Und ich fühle ganz deutlich, wie der Wunsch nach und nach immer mehr Platz in meinem Kopf einnimmt, wie er sich einnistet und es sich bequem macht.
Ich erinnere mich mit so viel Wärme und Liebe zurück an die Schwangerschaft mit Mieke, an die ganze Neugier und Spannung, den Ultraschall, den wachsenden Bauch, ein Körper, der eben das tut, wofür er im Grunde gemacht ist - das ist etwas ganz Besonderes! Die Geburt, dieses schöne, lebensverändernde Ereignis, das bis heute sehr präsent in meinen Erinnerungen ist.

Er ist wieder da - der Wunsch nach einem Kind. Und zwar des Kindes wegen. Der Liebe wegen. Aber nicht für Mieke oder für irgendwas. Nur der tiefe, ehrliche Wunsch nach einem Leben, in mir drin.

Der Kopf allerdings zählt grausam und monoton auf, was dagegen spricht.

Eine Situation, die mich ratlos und traurig macht. Ohne Allheilmittel.
"Aber sei doch froh, du hast doch wenigstens schon ein ganz tolles Kind."

Darum geht es nicht. Aber das ist schwer verständlich zu machen.

Warten. Hoffen. Kopf und Herz in Einklang bringen, wie auch immer.

6. Juli 2010

Herzlich Willkommen

liebe Pearl Matissa.

Schön, dass du so schnell den Weg in unsere Welt gefunden hast. Mama ist zwar momentan noch nicht ganz so begeistert (schnelle Geburt, schnelle Wehen=überrollender Schmerz), aber bald wird sie auch wissen, dass du da ein Meistestück hingelegt hast.
Und weil ich mich so über dich freue (und erst jetzt deinen Namen kenne!), setz ich mich heut Abend hin und näh dir was... Materialien sind besorgt und ich hoffe, dass du es mögen wirst, wenn es den weiten Weg um die halbe Welt zu dir zurück gelegt hat.

Unglaublich, was Babies für starke Gefühle auslösen können, auch bei Nicht-Eltern!

4. Mai 2010

Überstanden?!?

Die letzte Woche war seit langem eine der miesesten.

Miekes Sonnenstich war nur der Anfang einer kranken Woche: Montag packte sie ein Magen-Darm-Virus, der letztlich uns beide bis gestern außer Gefecht gesetzt hat. So eine fiese Sache! Ich hatte zwar schon mal Magen-Darm-Infekte, aber die waren meist nach einem, spätestens zwei Tagen wieder auskuriert. Bei der kleinen Maus hat es geschlagene 7 Tage gedauert.

Zu den 8-10 Durchfallwindeln pro Tag kommt spätestens nach Tag 3 ein ordentlich wunder Po dazu, so dass wickeln jedes Mal zu einem echten Kampf ausarten musste. Bester Tipp: Wieder komplett auf Wasser und Waschlappen umsteigen statt Feuchttücher zu nehmen (und seien es die sanftesten der sanftesten...). Ein unwohler Bauch führt außerdem zu einem riesigen Wäscheberg. Mit viel Pech läuft jedes Mal was daneben. Selbst die beste Pampers der Welt ist gegen Wasserdurchfall nicht gefeit. Gottseidank waren wir bei meinen Eltern und Mama hat das einweichen, waschen, aufhängen, bügeln übernommen.
Das schlimmste aber ist, dass das Kind in den Tagen einfach null Freude und null Appetit hatte... Da konnte nichts so recht die Laune heben. Weder auf dem Arm noch krabbelnd noch im Wagen noch Bücher anschauend... Es war einfach alles doof.
Und nach Tag 4 macht sich auch die noch so coolste Mum Sorgen um das Gewicht meines ohnehin schon fliegengewichtigen Töchterleins. Man sieht nur wie viel raus und wie wenig rein kommt. Bilanztechnisch absolut nicht vertretbar. Wie vom Arzt befohlen alle Erziehungsvorsätze gebrochen und alles angeboten was geht, Hauptsache Kalorien. Mäßig erfolgreich. Heute isst sie wieder besser.

Wie gesagt: Schön war das alles nicht, muss man so schnell nicht wieder haben.
Da tröstet auch nicht ein "Das geht grad stark rum..."

Die Woche hat aber auch einmal mehr gezeigt, wie viel die Familie in der Nähe wert ist. Mein Mann war die gesamte Woche auf einer Produktion und allein hätte ich nicht gewusst, wie ich das alles hätte lösen sollen, da es mir auch so schlecht ging. Danke, liebe Mama. Da ich weiß, dass du meinen Blog nicht liest kann ich es ja sagen: Du bekommst auch etwas ganz Tolles am 9.Mai!!!

Ein weiteres "Merke!": Nie über ein quengeliges Kind schimpfen, so lang man nicht wirklich weiß, dass es gesund ist. Sonst hat man bis spät nachts ein quälend schlechtes Gewissen.

Neuste Neuerungen der Woche:

1. Mieke sagt Max, den Namen unseres Hundes. Klingt phonetisch wie Mak-sss. Sehr, sehr süß.
2. Sie weiß wie ein Hund und eine Kuh UND ein Fisch macht. Auch sehr lebensecht und zum wegschmeißen.
3. Seit gestern besiedeln zwei neue, schicke Fische das Aquarium. Hübsche Dinger.

4. Mieke hat ihren Schleich-Golden Retriever (diese Plaste-Tierchen...) auch Mak-sss getauft.
5. Papa nennt sie mit konsequenter Boshaftigkeit Mama.
6. Gekrault und gekrabbelt werden steht grad hoch im Kurs.
7. Panisches kreischen erfüllt die Wohnung, wenn Mieke sich wieder irgendwo hingestellt hat und dann die meterhohe Entfernung zum Fußboden fürchtet. Sie ist dann SEHR glücklich, wenn sie wieder auf dem Hosenboden sitzt. Für ungefähr 2 Sekunden. Dann zieht sie sich wieder irgendwo hoch. Ein spannendes Spiel...
8. Ich frage mich was in einem Jahr wohl so auf uns wartet - Trotzen kann die junge Dame jetzt schon vom feinsten. So eine ausgeprägte Persönlichkeit, dieses Kind...

9. Ein gesundes Kind ist was ganz, ganz wertvolles und tolles!!!
10. Heute bin ich auf dem ersten Elternabend in meinem Leben. Als "Eltern". Puhhh.

edit:
11. Ein Kinderarzt im Freundeskreis ist ganz sicher auch nicht zu verachten. Danke, H.!

edit 2:
Elternabende sind langatmig und laaaaangweilig.

26. April 2010

Funkstille

Die letzten Tage habe ich mich wohl ausgeschwiegen.
Zu den Fakten:

Mieke macht sich prima in der Krippe und lässt mich gut gehen. Nur heute eine etwas schmerzvolle Verabschiedung unter großem Protest.

Herr L. hat sich gemeldet. Probearbeiten war sehr gut, dennoch hat sein Bauchgefühl die andere Kandidatin favorisiert. Schade.
Jetzt heißt es also einmal mehr aus dem gewohnten Rahmen zu denken und nach Möglichkeiten zu suchen sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Selbstständigkeit? Weitere Ausbildung? Alles kann doch möglich sein, nicht wahr?
Fest steht: Hier zu Hause sein ohne mein Kind, das ist nichts für mich. Entweder oder.

Zu meinen Gefühlen:

Ich bin heute ganz schrecklich schuldbewusst. Mein süßes Kind hat sich gestern in den ersten intensiven Frühlingssonnenstrahlen einen ordentlichen Sonnenstich geholt. Und wir, die Rabeneltern, haben das nicht verhindert.
Ein ganz typischer Sonntag: Zu viel in zu kurze Zeit packen, zu viele Dinge die man gern erledigt hätte, alles unorganisiert. Was sich früher im Laufe eines Tages einfach ergeben hat, ist mit Kind nicht mehr ganz so unbeschwert. Da sollte man auf dem zugigen Fahrrad noch eine Jacke anziehen aber eben auch den Sonnenhut nicht vergessen, falls es warm wird. So viele Dinge, die man mittlerweile eigentlich schon selbstverständlich einpackt, Dinge, die einen die Erfahrung gelehrt haben: Vergiss nie eine Windel, ein Notfall-Nuckel nimmt keinen Platz weg, Feuchttücher sind IMMER sinnvoll, Maiswaffeln für den großen Hunger zwischendurch...undundund.
Sonntag haben wir uns über all das hinweg gesetzt und weder Wickeltasche noch sonst was mitgenommen - eben sehr kurzfristig gedacht. Aber anstatt dann nach Hause zu fahren wollen noch tausend Sachen in den Tag gepackt werden und plötzlich fängt das Kind an zu maulen und zu weinen. Was untypisch und zeitgleich nervig ist.
Am Ende des Tages dann das schleichende schlechte Gewissen...Was, wenn sie nun zu lang in der Sonne war? Ungeschützter Kopf, ungeschützter Nacken?
Später die Bestätigung: 38,5 Fieber, ein ordentlich gewaschener Sonnenstich.
Noch später: 39,0°C. Meine Welt geht kurz unter und ich muss meine Mama anrufen. Papa ist wenig hilfreich weil weg und eher hysterisch ("Krankenhaus, los!"). Also Hausrezepte: lauwarme Wadenwickel, leichte Sachen, Fieber kontrollieren. Es steigt nicht weiter und wir schlafen, seit langem mal wieder, in einem Bett. Bis nach 8.00 Uhr.
Fieber bei 37,7°C, aber Mieke ist nicht mehr so heiß. Ein gutes Zeichen, werte ich. Und bring sie in die Krippe, mit doofem Gefühl. Jetzt ärger ich mich: Warum hab ich meinen Bedenken nicht statt gegeben? Ist diese Eingewöhnung wirklich so lebenswichtig?
Was mich tröstet ist das Versprechen der Erzieherin mich anzurufen, falls es nicht gehen sollte. Schließlich bin ich zu Hause! Bisher verhält sich das Telefon still und zu meiner Beruhigung kann ich sie auch gleich abholen.

Ein extrem suboptimaler Tag für mich mit einem großen Brocken schlechtem Gewissen. Ich hab zwar schon dumme Sachen gemacht, aber bisher haben sie nur mich betroffen. Einen offensichtlichen Fehler zu begehen, der auf Kosten meiner Tochter geht, ist neu.
Willkommen im Leben und so...

8. April 2010

Keine Schreiblust

...darum nur ein kurzer Eintrag:

Krippenstart geglückt, der Weg ist klar. Mal sehen, wie es wird, wenn auch Kinder dabei sind. Bisher alles smooth.

Hautmaske Dr. Hauschka rieeeeeecht so wunderbar und fühlt sich extrem gut an. Bin gespannt auf mehr!


Testaktion

So. Seit meiner Schwangerschaft (und die ist ja mittlerweile ein paar Monate her...) hat sich meine Haut entschieden eine spätpubertäre Phase einzulegen. Obwohl ich nicht sonderlich gestresst bin, seh ich grad aus wie mit 16. Also nicht wegen der straffen, faltenfreien Haut, sondern der Pickel wegen.

Ich habe mich heute durchgerungen den Absprung von "Supermarktkosmetik" zu wagen und hab mir Dr. Hauschka aus dem Reformhaus besorgt. Preislich war ich beinah positiv überrascht, nicht mehr als man bei Douglas für...ich nenn es mal Prestigekosmetika, bezahlen würde. Ich steh ja auf Naturkosmetik und biologische Verantwortung und so ;-) Die Tester waren allesamt toll, jetzt werd ich sehen, ob auch meine Haut die neue Biokosmetik so toll findet. Und es mir vorallem dankt!!!

Nebenbei hab ich noch ein prima Geschenk für einen Bekannten bekommen, der bald Geburtstag hat. www.die-hirschauer.de, ein Geheimtip. Schade, dass die Jungs keinen Online-Shop haben. Dafür sind alles Unikate.

Außerdem sind wir gerüstet für den Sommer, Mieke hat ihre erste klitzekleine Sonnenbrille bekommen. Sehr goldig. Ich befürchte allerdings, dass es ein echter Kampf wird, sie an das Teil zu gewöhnen, momentan reißt sie sich alles von Kopf, Nase und Hals, was ihrer Meinung nach nicht dorthin gehört (Mützen, Lätzchen, etc. ....).

In 2 Stunden haben wir unseren ersten Krippentag, ich bin sehr gespannt, wie mein Mädchen drauf reagiert. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass heute noch alles ganz unspektakulär ist und sie sich ja nur den Raum und die Erzieherin ansieht. Nächste Woche wird spannender.
Bericht folgt. Vielleicht heut Abend, wenn ich die Schreiblust finde.



P.S.: Das war sicher ein sehr interessanter Eintrag für meine männlichen Leser. Da müsst ihr durch.

6. April 2010

O wie Ostern

Was für ein schönes, entspanntes Osterfest. DAS war Familie pur.

Mein Mann hatte, völlig untypisch, Freitag bis Montag komplett frei und hat diese Qualitätszeit mit uns verbracht. Ich wusste schon gar nicht mehr wie schön das ist, wenn man sich die Aufgaben, Pflichten und Erlebnisse teilen kann.

Am Freitag haben wir ganz entspannt die Sonnenstrahlen genossen und uns am Spätnachmittag zu Freunden und einem Mini-Osterfeuer in deren Garten begeben. Da ist immer eine ganze Kinderschar, was erstaunlicherweise 99% der Zeit prima funktioniert. Unsere war dieses Mal die jüngste Anwesende und war völlig begeistert von ihren ersten Krabbelerfahrungen im Matschanzug. Den hatte ich von BMS-Kidswear erstanden (zugegeben, sehr kostenintensiv, aber definitiv sein Geld wert, wenn auch die Farbe extrem knallbonbonrosa ist). Vorteil: absolut wasserdicht und mit herausnehmbaren Fleece (so wahnsinnig praktisch) gefüttert. So konnte sie im Beet rumkrabbeln, Rindenmulch verkosten, Regenwürmer zwischen die Finger nehmen, im Sandkasten buddeln...Unser Kind hatte deutlich einen riesigen Spaß! Ihr liebstes Spiel heißt nämlich momentan "fang-mich", was wohl an der wachsenden Mobilität und Schnelligkeit ihrer Krabbelkünste liegt. Sie juchzt dann ganz vergnügt und gluckst um sich dann auf den Boden zu werfen und zu rollen. Ein wirklich lustiges Schauspiel.

Samstag waren wir bei Familie No. 1 zum Kaffee, abends noch bei Freunden und spät abends auf einer Party.
Sonntag gab es Ostermittag und Kaffee, alles ganz entspannt bei Familie No. 2 und abends Grillen bei Freunden (zum ersten Mal in diesem Jahr. Da darf es auch schon mal Bauchspeckfleisch geben...)
Ostermontag haben wir den Vormittag im ortsansässigen Spaßbad verbracht. Wider Erwarten war es absolut leergefegt und richtig toll. Wir waren ganz allein in den kleinkindtauglichen Becken... So ein schönes Erlebnis, das mal zu dritt zu machen!

Also um es kurz zu fassen: Ein sehr entspanntes Familienostern, dass den späten Start in die Arbeitswoche ganz schwer gemacht hat :-(
Die fängt nämlich unentspannt an und geht unentspannt mit vielen Auswärtsterminen inkl. Übernachtung seitens meines Mannes weiter.
Außerdem ab Donnerstag Krippeneingewöhnung.

Was solls, das lange Wochenende hat Reserven geschaffen für das was jetzt kommt.

Es ist so schön teilen zu können.
Danke, C.!!!