3. November 2013

Förmchen.



Sie wollte eine Pferdelaterne. 
"Mama, die soll aber aussehen wie der Schimmel. Ganz weiß. Nur mit braunen Punkten auf der Nase."

Gesagt, gegoogled, getan. Für alle, die auch noch suchen, hier die Anleitung nochmal in ganz ausführlich. Hat mir jedenfalls sehr geholfen:

(Tipp: Pappmaché braucht circa 2 Tage, bis es richtig trocken und hart ist. Wartezeit am Kamin verkürzt das Ganze deutlich! Pinterest hat auch zum Thema Laternen einen unendlichen Fundus...)

Karma.

 
 
 
 
 
 
Nun bin ich in letzter Zeit so furchtbar schlecht diesen Blog mit Leben zu füllen und bin statt dessen eher Konsument - egal ob Blog, Pinterest Board oder Instagram: die "schnellen" Medien fesseln mich gerade. Wahrscheinlich ist es genau das: schneller. Wenig Zeit.
Wie furchtbar.
Ich nehme mir selten die Zeit mich wirklich an das Notebook zu setzen und die Gedanken festzuhalten. Dafür bin ich mehr offline präsent und schaffe es, Mieke im Hier und Jetzt zu begleiten. Die Tage werden kürzer, das Wetter kälter und wir genießen die Nähe und spielen, backen, kochen, basteln. Der Oktober hat uns mit allerfeinstem Herbstwetter verwöhnt und wir haben die Zeit genutzt für Laubschlachten, Ausritte, Laternenumzüge, schaukeln und weiße Trinkschokolade.
Es ist also alles gut.
Und manchmal, wenn alles so ist, wie es vielleicht sein soll, kommt eine Möglichkeit um die Ecke, eine Idee...die man schon lang vergraben hatte. 
Genau jetzt, genau hier. 

Ich bin gespannt wie dieses Jahr zu Ende geht und noch mehr, was das nächste Jahr bereit hält.

29. August 2013

Urlaub, die Zweite.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als Familie haben wir wenig Zeit miteinander. Oft ist es entweder der eine oder der andere, aber lange Qualitätszeit ist ein sehr rares und kostbares Gut für uns.
Umso mehr haben wir die 7 Tagen auf Mallorca genossen, die schöner nicht hätten sein können. Ein Upgrade im Hotel, ein eigener Whirlpool und atemberaubender Blick über die Bucht von Portopetro, dazu tolles Wetter, fantastisches frisches Essen und viel...Nichtstun. Genau das, was wir uns vorgestellt und gewünscht hatten.
Ein kurzer Shoppingausflug nach Palma, Besuch auf einer Finca bei Freunden, die Unterwasserwelten im Aquarium und die Salzfarmen von Es Trenc...viel mehr Bewegung gab es kaum. 
Dafür gab es umso mehr Zeit im und am Wasser: Eine Fahrt mit dem Glasbodenboot zum Fische gucken, schnorcheln, Luftmatratzen-chillen und poolen - es war einfach großartig.

Retrospektiv muss ich schmunzeln, wie sich manche Dinge im Laufe der Jahre ändern. Oder vielmehr die eigene Einstellung dazu:
Als ich noch kein Kind hatte war ich stets Gegner von Schwimmflügeln (gleiches gilt derzeit auch noch für Stützräder am Fahrrad). Ich war der Meinung, dass Kinder solche Dinge gleich "richtig" lernen sollten, ohne schnickschnack. Jetzt weiß ich: schwimmen lernen (wenn man nicht jede Woche ständig im Wasser ist), ist koordinatorisch eine Herausforderung und Schwimmflügel und -reifen geben Eltern so viel mehr...Frieden. Weniger Diskussionen, mehr Spaß - eine Gleichung, die mir gefällt. Und so ist das Eltern sein doch ein stetiger Lernprozess, der nie aufhört und der uns mit dem Besten überhaupt belohnt. Einem selbstständigen Wesen, egal ob mit oder ohne Schwimmhilfen. 

Es ist ein schmaler Grad zwischen Fordern und Überfordern, Loben und Verhätscheln, Erwartungen und Druck aufbauen. Mehr Verantwortung kann kein Job dieser Welt mitbringen.

P.S.: Sind kleine Kinderpopos nicht einfach unfair niedlich?!

28. August 2013

Urlaub, die Erste.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Oh Nordsee, meine raue Liebe. 

Am Strand stehen, der Sand mit den Muscheln zwischen den Füßen, die salzige Meerluft in der Lunge und im Haar...So kann es bleiben!

Die ersten Urlaubstage verbrachten wir dieses Jahr "nur" mit Oma und Opa wie gewohnt auf "unserer" Insel, im Südwesten Dänemarks. Auf einigen Bildern kann man sogar schon die Küstenlinie Sylts erahnen. Bei bestem Wetter und milden Wassertemperaturen waren wir eigentlich jeden Tag einmal am Meer oder Watt um die Füße dreckig und den Geist klar zu machen.

Außerdem gab es kurze Ausflüge in die Umgebung, viel Eis, Fischbrötchen, den 13.Geburtstag vom Lieblingshund, Nele Neuhaus Krimis und viel Schlaf. Mieke schien es einerseits sehr zu genießen und kostete, ganz in Tradition der letzten Jahre, die Schaukel bis zur Ermüdung aus. Andererseits war sie etwas überfordert mit all der Zeit und Aufmerksamkeit, die ihr so im Urlaub zuteil wird. Die unstrukturierten Tage und späten Abende trugen den Rest zu stetigen kleinen Auseinandersetzungen bei. Aber wahrscheinlich sind diese Auf und Abs ganz normal im Leben mit einer kleinen, aber starken Persönlichkeit.

Manchmal schau ich sie an und kann schon das große Mädchen in ihr sehen, dass sie einmal wird. Hübsch, clever und nicht zu unterschätzen. Dieses Kind ist zwar emphatisch und einfühlsam, lieb und kuschelig - aber es hat seinen eigenen Plan. Sie ist wie ihr Papa, nur noch viel intensiver. Quasi Papa hoch 3. Zu gerne wüsste ich, was so ab und an in ihrem Kopf vorgeht, aber das werden wir vermutlich weder heute noch später herausbekommen.

Den zweiten Teil unserer Urlaubstage werde ich morgen online stellen... dann mit Episoden vom Mittelmeer.

27. August 2013

Team.


 
 
Ein funktionierendes Team sollte man nicht trennen.

Nach dem Auftakt in die Turniersaison im Mai musste das Tochterkind zwangsweise pausieren... Die frisch gebackene Ponymama wollte ihr Fohlen nicht allein lassen und so war es erst jetzt (am Ende der Turniersaison) soweit, dass Mieke ihre zweite Führzügelklasse mitreiten durfte.
Zufälligerweise war es auch dieses Mal wieder ein Kostümwettbewerb, sodass sich die Fotos doch sehr ähneln. 
Das außergewöhnliche am Ascania Pferdefestival in Aschersleben ist (neben dem Spitzensport für die großen Pferdefans der Region), der kleinen Pokal sowie die riesige Schleife für alle Kinder, auf die sie sehr sehr stolz sein können. Wenn das kein Anreiz ist im nächsten Jahr einen Longenwettbewerb zu reiten, dann weiß ich auch nicht! Das passende Turnierjacket wird, Ebay sei Dank, vorhanden sein.

Um das Erlebnis für die Kleinen abzurunden, durften alle Kinder nach Beendigung des Wettbewerbs eine weiße Taube steigen lassen. Da ich mein Kind kenne und die Taube nach geschätzten 5 Sekunden in der Luft gewesen wäre, habe ich diese Aufgabe übernommen, aber Mieke hat das Täubchen gestreichelt und der Moment, als alle Tauben fliegen durften, war wirklich sehr schön.

Ich bin gespannt, welche Wege Mieke im Pferdesport einschlagen wird. Ob sie es weitermacht und ihren Spaß und Ausgleich dabei findet oder den Tieren mal den Rücken kehrt - es bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall hat sie einen großen Schritt in Richtung "richtiger Reiter" gemacht: Sie ist gestürzt und wieder aufgestiegen.
Welchen Sport machen eure Kinder, wenn sie denn schon etwas regelmäßig verfolgen?


P.S. Wer Tipps für gute Onlineshops für Kinderreitbekleidung ab Größe 110 hat...ich bin dankbar dafür!

20. Juli 2013

Sommerfest, 2013.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Endlich ist er da, der Sommer 2013. 

Auch dieses Jahr haben wir uns relativ kurzfristig entschlossen ein Sommerfest zu feiern, zu dem Klein und Groß eingeladen waren, grillen und chillen quasi.

Strahlendster Sonnenschein, viele gute Freunde, Bekannte und unzählige Kinder. Mieke durfte - anders als zum Geburtstag - ohne Begrenzung ihre Freunde einladen und so waren es zwischenzeitlich ca. 25 Kinder, die sich zum größten Teil ganz wunderbar allein in der Hüpfburg vergnügten, malten, sich Geschichten erzählen ließen, aßen und Quatsch machten. So eine entspannte Stimmung überträgt sich meist auf die Eltern, die genauso unkompliziert und pflegeleicht den sonnigen Freitag genossen.
Letztes Jahr waren wir etwas später dran, hatten aber auch top Wetter und am Ende beinah das gleiche Schlussbild.
Das Töchterchen ließ sich kurz vor 23:00 Uhr ganz gut nach Hause bewegen und war daheim, nach ordentlicher Dusche, innerhalb allerkürzester Zeit weg. Für die nächsten 10 Stunden...

Dieses Jahr gab es obendrauf noch eine tolle Überraschung, die sich im Januar als kleines Bündel neuer Mensch präsentieren wird. Und hoffenlich Gast auf der Krabbeldecke beim Sommerfest 2014 sein wird... Was kann es bitte Schöneres geben?

16. Juni 2013

Pippilotta.











Langsam, langsam ist er da, der Sommer. Oder zumindest regenfreie Zeit mit Temperaturen um die 20°C.
Und was kann es besseres geben als an einem sonnigen Sonnabend zum Sommerfest mit Pippi und ihren Piratenfreunden zu gehen? Richtig, nichts. Denn Pippi ist das Highlight eines jeden kleinen, frechen Mädchens. Weil sie so lustig ist. Und so gut reiten kann. Überhaupt: Weil sie so unglaublich stark ist.
Der Nordharzer Theaterbund hat sich am Wochenende ganz große Mühe mit einem Fest gegeben, wie es liebevoller kaum in Schweden hätte sein können. Für kleinen Eintritt gab es zwar keine große Hüpfburg und laute Musik, dafür aber einen feinen Sportparcour, der den Gästen einiges an Mut abverlangte. Wer sich aber traute im Sack zu hüpfen, mit Eiern zu laufen, Topfschlagen zu machen, den Pirat beim Tauziehen zu besiegen UND auf einem Pferd zu reiten, der durfte sich am Ende eine Urkunde abholen. Nicht irgendeine, sondern eine, die von Pippilotta höchstpersönlich unterzeichnet wurde. Eine, die dich zu ihrem ewigen Freund ernannte, weil du eben so mutig und stark warst, wie es nur eine Pippifreundin sein konnte. Aber das war noch nicht alles!
Es gab Eis, Schatzkisten voller Süßigkeiten, den kleinen Onkel, Annika war da (Tommy war leider krank und darum im Bett), man durfte sich ganz allein verkleiden und am Ende des Tages einen Luftballon steigen lassen mit seiner Adresse. Sozusagen eine Luftpost, so wie Pippi es sonst mit der Flaschenpost machte.
All das war so liebevoll vorbereitet, dass die 3 Stunden wie um Flug vergingen. 
Mieke konnte sich am Schluss (nachdem sie ihren echten Mut wieder fand) kaum von Pippis Lippen lösen, die noch eine ihrer Abenteuer vorlas!

Jetzt steht es fest - Pippi auf den Sieben Meeren müssen wir wohl noch sehen! Das Tochterkind ist verknallt. Denn: "Mama...die Pippi war echt! Die hatte gar keine Perücke auf, die hatte richtige rote Haare!!!"

Mehr davon!