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20. November 2011

Kühlkompresse


Hobbies könnten so schön sein.
Heute, beim Versuch erstmals im Leben Blätterteig herzustellen. Dauert wirklich lange, ist nicht wirklich leicht, dafür superlecker. In Kombination mit diesem Rezept hier für kleine, süße Apfelkekse aber unbedingt die Mühe wert...
Blöd nur, wenn man den Zeitpunkt zwischen "fertig" und "verbrannt" um eine Kind-Anzieh-Länge verpasst. Dann ist nämlich die 2stündige Mühe völlig dahin und man kann alles getrost samt Backpapier in den Müll schmeißen.
Und wenn man sich dann noch umbändig darüber ärgert, dass man a) möglichst viele der kostbaren Kleinteile in den Ofen geschoben hat und b) Niemandem so recht die Schuld dran geben kann (nicht, dass ich nicht geflucht und geschimpft und es versucht hätte abzuwälzen!), dann bleibt nur diese unbeschreibliche Wut im Bauch. Wut funkt zwischen Hirn und so kommt eins zum anderen: Schwupps, letztes Backblech mit (immerhin!) 8 Plätzchen einfach mal ohne Topflappen versucht in den Ofen zu schieben. Die Blasen an meinen Fingern zeugen von wenig Erfolg. Dafür tat das kalte Novemberwetter auf dem Markt beim anglühen ausnahmsweise mal wirklich gut.

Wer sich davon nicht abschrecken lassen will: Die Plätzchen sind alle Mühe und Zeit wert! Absolut. Zauberwort: Der Teig muss kalt (wirklich kalt!) sein. Bei jedem Schritt. Glücklich jeder, der einen Balkon neben der Küche hat. Oder einen ganz, ganz großen Kühlschrank. Alles andere ist deprimierend.

3. Oktober 2011

Soul Food

Dieses Rezept wollte ich schon seit Ewigkeiten hier auf dem Blog wissen - es ist unser Hauptnahrungsmittel.
Meine Liebe dazu kam während des Studiums. Nicht nur weil es eins der schnellsten Gerichte ist, die ich kenne und noch dazu mit einem Minimum an Zutaten umsetzbar ist, sondern weil es einfach absolut lecker ist.
Kohlenhydrate hin oder her: Spagetti alio oglio ist der Hit.

Mittlerweile habe ich Entzugserscheinungen, wenn ich es über eine längere Zeit (etwa 2 Wochen) nicht gegessen haben. Und es ist mein Comfort Food Number 1. Geht es mir schlecht oder habe ich Heimweh/ Liebeskummer/ wasauchimmer - das hilft meistens weiter.

Ich glaube mittlerweile den perfekten Dreh zu kennen. In Restaurants war ich bisher eigentlich immer enttäuscht: die sparen selbst an den wenigen Zutaten. 
Zu wenig getrocknete Tomaten? Zu trocken!
Zu wenig Knoblauch? Keine Würze!
Zu wenig Peperoni? Keine Schärfe!
Schlechter Parmesan? Alles verdorben!

Also bleibt es homemade. Und mein Favorit!

Hier also die Anleitung für die vegetarische Variante (manch einer schwört auf italienische Salami. Tut nicht weh, muss für mich aber nicht sein):






6. August 2011

Das alte "Ich"

Bevor Mieke in unser Leben trat, hatte ich einige Hobbies, die seit ihrer Geburt doch sehr zurück gesteckt haben. Einige vermisse ich sehr, andere scheinen wirklich verschollen zu sein. 

Heute hat mich seit langem mal wieder die Lust zu backen gepackt. Früher hab ich immer, wenn ich gute oder eben auch extrem schlechte Laune hatte, gebacken. Ich mag den kurzfristig produktiven Effekt, den Backen hat. Etwas, das ich mit meinen Händen mache und nach 1-2 Stunden bereits das Ergebnis genießen kann. 

Früher hatte ich diese romantische Idee ständig mit meinem Kind zu backen und ihr all die kleinen Tipps und Kniffe zu zeigen. Gemeinsame Momente miteinander verbingen, die Liebe für gutes Essen transportieren, natürliche Zubereitung verselbstständlichen. Wozu "fix-Produkte", wenn es einfach auch ohne geht?

Es hat sich allerdings gezeigt, dass Mieke bisher nicht in dem Alter war um meine Vorstellung dieser Idee zu teilen. Zu gefährlich, motorisch noch lange nicht so fein geschult und zu ungeduldig...
Ich glaube aber fest daran - immernoch - dass die gemeinsame Zubereitung ganz wichtig ist und viel Spaß bringen kann. Wir versuchen es weiter, Schritt für Schritt, so wie alles.

Heute: Der Pflaumenkuchen (denn Mirabellen sind eine Pflaumenart...)

Und jetzt (trotz Gewitterluft) Sahne schlagen und: mhhhhhhhh!