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24. Februar 2012

Fasten.

Die meisten von euch werden wissen, dass die Fastenzeit begonnen hat.
Ich bin nun in keinster Weise der Kirche verbunden und habe auch nicht vor, dass in irgendeiner Weise zu ändern. Trotzdem finde ich die Idee des Verzichts auf eine bestimmte Sache für einen festgelegten Zeitraum spannend. Das Aufbrechen alter Gewohnheiten und das Ändern von lieb gewonnen Verhaltensweisen...
Nun ist es nicht so leicht etwas zu finden, dass ich fasten könnte. Alkohol ist keine Herausforderung, ich kann gut und gerne 6 Wochen ohne einen Schluck Alkohol leben. Fleisch wäre eine Option. Aber das liegt mir nicht so sehr am Herzen.
Kein Auto nutzen? Keine Schokolade essen?
Ich weiß nicht, bisher habe ich das richtige noch nicht gefunden.

Während ich also so über die eine Sache nachdenke, die ich fasten könnte, habe ich gestern etwas gelesen, dass mich nachhaltig beeindruckt und beschäftigt hat. Es gibt einige Menschen, die sich an das Experiment "BNN" (buy nothing new for a year) gewagt haben.

Ein ganzes Jahr...verrückt?!? 

Bei genauem Betrachten gab es auch hier gewisse Regeln, denn so gar nichts kaufen funktioniert in einer normalen Gesellschaft ja einfach mal nicht. Zusammenfassend kann man sagen, dass es erlaubt war die grundlegenden Dinge der Existenz (Nahrung, Reinigungsmittel,...) zu kaufen, es sollte aber stets überlegt werden, ob die Sache wirklich nötig oder eher schon Luxus sei. Mhhh...wo ist die Grenze zwischen "nötig" und "Luxus"? Ist es OK Haarshampoo zu kaufen oder soll man sich daran machen auf natürliche Wege wie Backpulver und Apfelessig umzusteigen?
Seitdem rattert es in meinem Kopf: Was wäre, wenn man sich dieser Aufgabe stellen würde...
Auf welche Dinge könnte man verzichten?
Es würde ja auch heißen, dass man ein ganzes Jahr keine neue Sachen kaufen dürfte...Was bei genauem Betrachten wahrscheinlich absolut machbar ist, ich mir aber so überhaupt nicht vorstellen kann.
Es würde auch heißen man müsste sich überlegen ob Make-Up nun Luxus oder notwendig ist. Was ist mit Gesichtsreinigung? Was mit Deo?

Ich glaube es geht bei der Aktion nicht darum komplett von 100 auf 0 zu fahren, sondern eher darum über die eigenen Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten nachzudenken:
Brauche ich das, was ich da grad in der Hand habe, wirklich?
Schaffe ich es keine neue Plastiktüte zu kaufen, wo doch genug wiederverwendbare daheim sind?
Finde ich die Zeit und Motivation Geschenke überlegt zu basteln, anstatt immer etwas zu kaufen?
Gibt es das, was ich benötige vielleicht auch gebraucht?
Könnte ich mit jemand anderem tauschen?
Wie lange halten die Dinge wirklich, wenn ich nur Neues kaufe, wenn ich etwas kaputt gegangen ist?
Eigentlich schöne und wichtige Gedanken, oder?

Ich bin nun nur mäßig bio und nachhaltig, aber natürlich sorge ich mich um unsere Umwelt und versuche auch Mieke beizubringen, dass jeder seinen Beitrag leisten sollte. Warum also nicht bei mir selber anfangen?

Ich würde liebend gerne hören, was ihr darüber denkt!