Unser Kind ist seit heute richtig krank, also so krank, dass sie beim Husten Schmerzen hat und weint und glasige Augen bekommt und schnupft und quengelig ist - kurz: einfach untröstlich.
Die Ärztin meint, dass es weiterhin nur eine Erkältung sei, aber so mitgenommen und schwach war sie bisher einfach noch nie.
(Ich habe gelesen, dass es etwa 3 Infektionswinter benötigt, ehe ein Kind genug Immun-Abwehrkräft entwickelt hat, um den 4. halbwegs gesund zu überstehen! Tolle Aussichten...)
Nach dem Arztbesuch und dem medikamentösen Aufrüsten haben wir es uns auf dem Sessel mit Kissen und Decke bequem gemacht und ihr Lieblingsbuch angesehen. Dabei wurden die Äuglein vom anstrengenden Weinen immer kleiner bis sie samt Buch in den Händchen auf meinem Schoß einschlief. So hatte ich eine Stunde Zeit diesem kleinen Wunderwerk-Menschlein ins Gesicht zu sehen und ihr den Kopf zu streicheln, das Einschlafzucken zu fühlen und dem Atem zuzuhören.
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Wer hätte das vor einem Jahr gedacht...Wie es sein würde sein kuscheliges, krankes Kind schlafend auf dem Schoß zu haben und so viel Liebe zu spüren. Natürlich, diese Liebe war auf ihre Art und Weise schon immer da. Seit dem Schwangerschaftstest, den ersten Ultraschallbildern, den Herztönen ("stark wie ein Bär"), den Tritten und Bewegungen. Seit der Geburt, dem Stillen, den ersten Tagen... geliebt habe ich sie schon immer.
Aber heute, das war irgendwie neu, irgendwie anders, irgendwie...mütterlicher.
Egal was kommt, ich beschütze dich. Egal was passiert, es wird dir gut gehen.
Ich liebe dich. Ich tu alles für dich. Für uns.
Du bist die neue Qualität unseres Lebens!

