Mein Kind hat die letzten Tage schon angedeutet, dass es kränkelich wird, aber gestern Abend ist es sozusagen aus ihr heraus gebrochen.
Da war plötzlich hilfloses Wimmern, schmerziges Weinen und dicke, verwirrte Kullertränen.
Aber Mami ist doch da!
Bei allem mitleiden, wie schön doch die kleinen Ärmchen und Händchen um den Hals gekuschelt zu bekommen, die warme Stirn in meiner Halsbeuge abgelegt, durchschnaufen, verschnaufen. Im eigenen Bettchen schlafen? "Heute nicht, Mutti!", sagen die glasigen Äuglein und das leise Quietschen.
Also haben Mieke und ich zu zweit im großen Bett, direkt neben Papas leerem Kissen (was aber trotzdem und Gott sei Dank nach Papa riecht), geschlafen. Eine unruhig-besorgte, aber dennoch irgendwie friedliche Nacht. Wenn man das schwitzende Köpfchen streichelt, in die müden Augen schaut, auf weinen reagieren kann...dann ist man plötzlich mittendrin:
Hallo Mama!
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