15. März 2012

Endlich 3!



Morgens, halbacht, bei uns: Mieke mit allerfeinster "meine Haare feiern nachts ohne mich ne Party"Frisur und das ausführliche Begutachten aller Geschenke. Sie war ganz aufmerksam und in Details verliebt! 
 
 
 



 
 
 
 
Geburtstagsimpressionen...Ein so schöner, anstrengender, aufregender und - laut Mieke - kurzer Tag! Sie ist kurz nach 21:00 ins Bett gefallen und schnarcht nun völlig erschöpft in der Bettritze. Es ist schließlich Geburtstag...

Rückblende. Seit Freitag hat sie die Tage weggeschlafen. Damit nur endlich Geburtstag ist! In dieser Woche wurden Mitgebsel besorgt, Kuchenpläne besprochen, Dekotüten bekritzelt,... Heute war es soweit.
Im Kindergarten war sie der Star, durfte bestimmen, die selbstgebackenen Küchlein verteilen und nach dem Mittagsschlaf fix geholt werden.
Und dann ging das Warten erneut los..."Wann kommen denn die Gäste?" Wäre es nach ihr gegangen hätten wir nicht nur die ganze Kindergartentruppe, sondern auch noch alle Nachbarn und Turnkinder undundund eingeladen. Das ging aufgrund begrenzter Platz- und Nervenkapazitäten nicht. Vielleicht nächstes Jahr, wenn wir mehr Platz und Garten haben.
So waren es in diesem Jahr insgesamt 4 Kinder, die innerhalb kürzester Zeit Lärm und Chaos für 10 veranstaltet haben. Es wurde genascht, gelacht, gejuchzt, getrötet, ge-triola-t und erzählt. 

Fazit vom Goldstückkind: "Warum ist Geburtstag so kurz? Wenn morgen ein neuer Tag ist, bin ich wieder Geburstagskind, ja?"

Ich liebe dich, mit all meinem Herzen!

13. März 2012

Turnkinder.

 


Zu lustig, um es für sich zu behalten. Sie hat wirklich viel Spaß. Und ich auch!!!

11. März 2012

Spielplatzsaison.

 
 
 
 

Auch wenn die Temperaturen noch nicht ganz so stabil warm sind und die Sonne sich nur sporadisch zeigt...Wir haben offiziell die Spielplatzsaison eröffnet!
Heute konnten wir Oma überzeugen mit uns zu kommen und hatten nach einer halben Stunden zwar kalte Finger, aber immerhin Vitamin D und frische Luft getankt - ausreichend für Mittagshunger!

Es macht Spaß zuzusehen, wie viel geschickter sie mit jedem Monat wird. Sie versucht sich - mit gesundem Respekt - an Rutschen, Seilen, Netzen. Nur schaukeln, das ist ihr nicht ganz geheuer. Allein schaukelt sie nur minimal (minimal wie in MINI), darf sie auf meinen Schoß wird sie mutiger ("...bis es kribbelt im Bauch!"). Aber auch da ist sie irgendwie ambivalent.
So ist eben jedes Kind anders. Das Eine kann nicht genug bekommen von höher, schneller, doller, während das Andere ruhig austestet, was gut funktioniert und was nicht.
Sie springt jetzt viel sicherer und aus höherer Distanz als noch im Herbst und hat großen Ehrgeiz Dinge zu erklimmen. Wenn ihr dann noch jemand einen Trick zeigt oder eine kleine Hilfestellung gibt, ist es perfekt. Fühlt sie sich dann sicher genug, weist sie alle an: "Ich will das jetzt alleine probieren".

Ich liebe dieses Kind.

War das zweite Lebensjahr auch sehr fordernd und schwierig, so habe ich jetzt umso mehr das Gefühl, dass all die Konsequenz und tägliche Routine dazu geführt hat, dass sie gut angekommen ist in ihrem Leben, ihrer Umgebung. Sie ist eine ausgeglichene kleine Person, die sicher das ein oder andere Mal maulig ist und austestet, sich aber im Großen und Ganzen wunderbar arrangiert hat.

Mehr Gedanken zum 2. Lebensjahr gibt es im Verlauf der Woche, wenn die Planung des dritten Geburtstages nicht mehr mein ganzes Energielevel verschlingt.

Bis dahin meine Spielplatz-Top-Six im Wernigeröder Umland (Ergänzungen werden gerne entgegen genommen):

1. Glasmanufaktur Derenburg. Keine Hundek***e, keine Glasscherben und Spielgeräte für wirklich jedes Alter. Eintritt ist frei und auch hier bekommt man einen Kaffee. Wunderwunderbar.
2. Bürgerpark Wernigerode, weil er einfach rundum schön ist, Mama einen Kaffee to go trinken kann und auf den großen Liegeschaukeln entspannt dem Kind zusehen kann. Außerdem darf man hier auch Picknick machen - familienfreundlich und wunderschön. Dafür zahle ich gerne Eintritt. Und mit der Jahreskarte macht man quasi ein richtiges Schnäppchen. Saisonstart: Morgen. Endlich!
3. Christianental, als Belohnung für den weiten Weg vorbei an den Enten, Fr. Elster, den Ziegen, Hirsch Heinrich und den Mäuschen.
4. Spielplatz am Ziegenkopf, inkl. Ziegen und Grunzi, dem Schwein.
5. Eulenspielplatz am Vorwerk. Nie zu voll, hat aber bis auf eine Rutsche alles, was Kind braucht.
6. Last, but not least: Lustgarten. Eigentlich supernett. Eigentlich. Wären da nicht all die Kieselsteine (Hallo, Schotterflechte), Bierflaschen, Hunde,... Dafür ist die Riesenrutsche prima, wenn es nicht allzu voll ist.

Manchmal ist auch einfach der kleine Spielplatz in Michels Garten der Beste. Der ist ein Geheimtipp ;-)

P.S.: Versteht mich nicht falsch, ich liebe Hunde, wirklich. Meine Eltern haben selbst einen. Umso weniger verstehe ich, dass man Hundekot einfach so liegen lässt. Warum geht man dann nicht in den Wald, wo es keinen groß stört? Aber da, wo kleine Kinder aller Wahrscheinlichkeit alles erstmal mit dem Mund prüfen...mhhh! Gleiches gilt für Jugendliche. Find ich völlig OK, wenn ihr da abends rumhängt und auch mal ein Bier trinkt. Aber die Glasscherben zwischen den Kieseln...nicht OK, echt!

♥



{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama
Erinnert mich irgendwie an das Bild hier. War zwar keine Schaukel, aber da sitzen wir auch so. Wir sehr sie sich verändert hat und doch die Gleiche geblieben ist...

4. März 2012

Regeneration.








Dieses Wochenende hatten wir Zwei viel Zeit mit- und füreinander. Während die Wochen ja oft sehr genau getaktet sind zwischen Krippe - Arbeit - Einkaufen - Termine - blablabla, sind die Wochenenden die Zeitinseln, um wieder Kraft zu tanken und Wohlfühlerinnerungsmomente zu schaffen.
Letzte Woche war besonders hart, Mieke hatte derben Papaentzug und ich viel um die Ohren mit Finnland-Nachbereitung.
Das Wochenende gehörte dafür nur uns!

Freitag durfte sie Mittagskind sein und nachmittags mit ihrem kleinen Freund spielen. Samstag waren wir bei der liebsten Omi. Beim Einkauf in der Stadt bekam sie nicht nur ein Stück Seife von der netten Verkäuferin geschenkt, das seitdem nonstop zum Hände waschen gebraucht wird ("Mama, ich glaube ich muss Hände waschen"), sondern es gab oben drauf auch Pommes zum Mittag. Was für ein Highlight. Nachmittags ging es auf den Spielplatz - die ersten Laufraderfolge sind auch zu verzeichnen!
Heute war der Tag gefüllt mit 2 Stunden Spielplatzdate, einer Riesenportion Eierkuchen mit Apfelmus, Pferdestall, einem unglaublich großen Aquarius-Eis (von dem sie nur die Gummitiere naschte und eine Kugel schaffte - Gottseidank) und einer knappen Stunde Busfahrt durch die ganze Stadt. 
Die erste Wassermelone zum Nachtisch beim Abendbrot rundete den Tag ab und nun liegt sie friedlich im Bettchen und erzählt ihrer Puppe alle Abenteuer. 

Und Papa ist auch wieder da. Besser geht es nicht!!!

♥

{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama

24. Februar 2012

Näkemiin.

Oder auch: Auf Wiedersehen, Finnland.

Man hat mich mittlerweile aus Versehen für eine Finnin gehalten: Ich spreche jetzt 5 Worte ihrer Sprache und besitze eine Geldbörse der Nationaldesignerin marimekko.

Ich sag doch, sympathisch hier!
Kiitos.

Fasten.

Die meisten von euch werden wissen, dass die Fastenzeit begonnen hat.
Ich bin nun in keinster Weise der Kirche verbunden und habe auch nicht vor, dass in irgendeiner Weise zu ändern. Trotzdem finde ich die Idee des Verzichts auf eine bestimmte Sache für einen festgelegten Zeitraum spannend. Das Aufbrechen alter Gewohnheiten und das Ändern von lieb gewonnen Verhaltensweisen...
Nun ist es nicht so leicht etwas zu finden, dass ich fasten könnte. Alkohol ist keine Herausforderung, ich kann gut und gerne 6 Wochen ohne einen Schluck Alkohol leben. Fleisch wäre eine Option. Aber das liegt mir nicht so sehr am Herzen.
Kein Auto nutzen? Keine Schokolade essen?
Ich weiß nicht, bisher habe ich das richtige noch nicht gefunden.

Während ich also so über die eine Sache nachdenke, die ich fasten könnte, habe ich gestern etwas gelesen, dass mich nachhaltig beeindruckt und beschäftigt hat. Es gibt einige Menschen, die sich an das Experiment "BNN" (buy nothing new for a year) gewagt haben.

Ein ganzes Jahr...verrückt?!? 

Bei genauem Betrachten gab es auch hier gewisse Regeln, denn so gar nichts kaufen funktioniert in einer normalen Gesellschaft ja einfach mal nicht. Zusammenfassend kann man sagen, dass es erlaubt war die grundlegenden Dinge der Existenz (Nahrung, Reinigungsmittel,...) zu kaufen, es sollte aber stets überlegt werden, ob die Sache wirklich nötig oder eher schon Luxus sei. Mhhh...wo ist die Grenze zwischen "nötig" und "Luxus"? Ist es OK Haarshampoo zu kaufen oder soll man sich daran machen auf natürliche Wege wie Backpulver und Apfelessig umzusteigen?
Seitdem rattert es in meinem Kopf: Was wäre, wenn man sich dieser Aufgabe stellen würde...
Auf welche Dinge könnte man verzichten?
Es würde ja auch heißen, dass man ein ganzes Jahr keine neue Sachen kaufen dürfte...Was bei genauem Betrachten wahrscheinlich absolut machbar ist, ich mir aber so überhaupt nicht vorstellen kann.
Es würde auch heißen man müsste sich überlegen ob Make-Up nun Luxus oder notwendig ist. Was ist mit Gesichtsreinigung? Was mit Deo?

Ich glaube es geht bei der Aktion nicht darum komplett von 100 auf 0 zu fahren, sondern eher darum über die eigenen Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten nachzudenken:
Brauche ich das, was ich da grad in der Hand habe, wirklich?
Schaffe ich es keine neue Plastiktüte zu kaufen, wo doch genug wiederverwendbare daheim sind?
Finde ich die Zeit und Motivation Geschenke überlegt zu basteln, anstatt immer etwas zu kaufen?
Gibt es das, was ich benötige vielleicht auch gebraucht?
Könnte ich mit jemand anderem tauschen?
Wie lange halten die Dinge wirklich, wenn ich nur Neues kaufe, wenn ich etwas kaputt gegangen ist?
Eigentlich schöne und wichtige Gedanken, oder?

Ich bin nun nur mäßig bio und nachhaltig, aber natürlich sorge ich mich um unsere Umwelt und versuche auch Mieke beizubringen, dass jeder seinen Beitrag leisten sollte. Warum also nicht bei mir selber anfangen?

Ich würde liebend gerne hören, was ihr darüber denkt!


23. Februar 2012

Suomi/ 5

Nachdem ich gestern feststellen musste, dass Zug fahren hier dem in Deutschland ähnelt, hatte ich heute einen sehr angenehmen Tag hier in Jyväskylä (einfach alles der Reihe nach frei von der Leber weg aussprechen...).

Ich wünsche mir, dass ich im Sommer noch mal wieder kommen kann, am besten in ein kleines "mökki" - ein Ferienhaus. Und dann mach ich es so wie die Finnen: um mich herum nur See und Wald, ab und zu geht es baden, die Abende sind endlos, Lagerfeuerromantik, Boot fahren, Sauna. Ich gäbe einen prima Finnen ab - völlig abgeschieden und still. Ich mag es, wenn Leute miteinander schweigen können. Es ist so viel schwieriger als die ganze Zeit zu erzählen...
Es ist im Übrigen nicht wirklich wahr, dass Finnen nichts sagen würden. Sie tun das sogar sehr viel, vorallem wenn die Sonne scheint. Allerdings mögen sie keinen Small Talk, was ich irgendwie sehr sympathisch finde. Sie haben entweder etwas zu sagen - oder eben nicht. Sie sind außerdem davon überzeugt, dass es von großem, gegenseitigen Respekt zollt, wenn man den anderen ausreden lässt. Der "Xenophobes Guide to Finns" sagt in etwa: "Die Gesprächskultur der Finnen ist nicht das klassische Ping-Pong westlicher Europäer, es ähnelt eher Bowling".

Die kleine Finnischlektion des Tages:
"hän" - er/sie
Die Finnen sind so sehr gleichberechtigt, dass es tatsächlich keine unterschiedlichen Wörter für die Geschlechter gibt. Das finde ich bemerkenswert!

Und noch etwas habe ich heute beobachtet, zum wiederholten Male: Finnen trinken gerne Milch. Nachdenken. Habt ihr schon mal ein Glas Milch (optional auch gerne Buttermilch) zum Mittag getrunken? Also so wie Saft? Ich nicht! Dafür ist die Milch hier fettfrei, 100%. Oder man nimmt "krem", aber nur für den "kahvi"
Es ist wirklich ein schönes Land, ehrlich!