Seitdem ich 12 bin oder so, fahren meine Eltern in immer das selbe Ferienhaus an der dänischen Nordsee. Die Insel befindet sich gleich hinter der Grenze, nördlich von Sylt.
Manch einer sagt, das sei langweilig.
Ich für meinen Teil genieße nordisches Inselwetter (immer anders, meist nie ganz schlecht), Fahrrad fahren, Pferde, Schafe, das Wattenmeer, Krabben vom Hafen, Fährfahrten, baden bei Wellen, gute Bücher, entspannte Tage, Feuer im Kamin abends, Spaziergänge, Muscheln sammeln...
Der große Vorteil mit den Eltern im Urlaub zu sein ist die Flexibilität. Gerade im Sommer ist es für uns sehr schwer verbindlich zu dritt zu planen, zu oft kommt bei Christian etwas dazwischen. Darum fahre ich unabhängig von ihm und er kommt dazu, wenn es passt.
Dieses Jahr hatten wir volle 6 Tage miteinander, als Familie. Unschlagbar.
Definitiv nicht immer einfach, aber so schön.
Papa steht nach wie vor ganz hoch im Kurs, sie liebt ihn ohne wenn und aber. Schließlich ist er es, der sie am Strand das Auto lenken lässt, mit ihr in die Wellen springt, das Eis bezahlt und Kleckerburgen baut. Doch, die beiden lieben sich, keine Frage!
Neben gemütlichen Tagen auf der Insel haben wir noch einen Tagesausflug zu den Reichen und weniger Schönen nach Sylt gemacht. Auch wenn einiges dort nicht so mein Ding ist - die Natur, die Wellen und die Strandkörbe - das hat schon was!
Auf der Rückfahrt haben wir einen Zwischenstopp in der Perle des Nordens eingelegt, Hamburg. Er hat mir Teile der Stadt gezeigt, die er in letzter Zeit kennen gelernt hat, wir sind mit dem Schiff durch den beeindruckenden Hafen geschippert und haben abends noch ein Astra auf der Reeperbahn getrunken.
Alles in allem waren es erholsame Tage, die ich vor dem großen Umzug und den vielen stressigen Kleinigkeiten hier echt gut gebrauchen konnte. Vom Stau (sowohl hin als auch zurück) mal abgesehen. Jetzt also mit voller Fahrt voraus.
Die Bilderflut ist das Ergebnis harten Aussortierens - es waren ursprünglich über 600 Bilder auf meiner Kamera. Die jetzt leider etwas Sand im Objektiv hat.
Das Bild auf der Schaukel ist inzwischen obligatorisch geworden. Dieses Jahr ging es höher, schneller, weiter!
So sieht es aus, wenn Kinder mit 3 Jahren keinen Mittagsschlaf machen wollen und dann, gegen 16:30, einfach umfallen. Sozusagen im Sprung. Mein Herz schmilzt!


