28. Februar 2010

Ins Gesicht deines Kindes sehen

und so viel empfinden, dass kaum mehr geht!

Unser Kind ist seit heute richtig krank, also so krank, dass sie beim Husten Schmerzen hat und weint und glasige Augen bekommt und schnupft und quengelig ist - kurz: einfach untröstlich.
Die Ärztin meint, dass es weiterhin nur eine Erkältung sei, aber so mitgenommen und schwach war sie bisher einfach noch nie.
(Ich habe gelesen, dass es etwa 3 Infektionswinter benötigt, ehe ein Kind genug Immun-Abwehrkräft entwickelt hat, um den 4. halbwegs gesund zu überstehen! Tolle Aussichten...)

Nach dem Arztbesuch und dem medikamentösen Aufrüsten haben wir es uns auf dem Sessel mit Kissen und Decke bequem gemacht und ihr Lieblingsbuch angesehen. Dabei wurden die Äuglein vom anstrengenden Weinen immer kleiner bis sie samt Buch in den Händchen auf meinem Schoß einschlief. So hatte ich eine Stunde Zeit diesem kleinen Wunderwerk-Menschlein ins Gesicht zu sehen und ihr den Kopf zu streicheln, das Einschlafzucken zu fühlen und dem Atem zuzuhören.

...

Wer hätte das vor einem Jahr gedacht...Wie es sein würde sein kuscheliges, krankes Kind schlafend auf dem Schoß zu haben und so viel Liebe zu spüren. Natürlich, diese Liebe war auf ihre Art und Weise schon immer da. Seit dem Schwangerschaftstest, den ersten Ultraschallbildern, den Herztönen ("stark wie ein Bär"), den Tritten und Bewegungen. Seit der Geburt, dem Stillen, den ersten Tagen... geliebt habe ich sie schon immer.

Aber heute, das war irgendwie neu, irgendwie anders, irgendwie...mütterlicher.
Egal was kommt, ich beschütze dich. Egal was passiert, es wird dir gut gehen.

Ich liebe dich. Ich tu alles für dich. Für uns.

Du bist die neue Qualität unseres Lebens!

01:04 Uhr

...sagt mein Laptop.

Ich unnütz krank. Kind bei Oma und Opa gelassen.

Geschlafen. Fotos sortiert. Grey`s Folgen geschaut. Auf meinen Mann gewartet. Mich entschieden, dass ein kleiner Rucksack, den es bei Jako-O als Freundschaftswerbung gibt, auch tut für den Krippenstart (vielleicht sogar besser als ein Täschchen, nur nicht so cool und hübsch).

Husten. Schnupfen. Gliederschmerzen.

Wäscheberge (Urlaubsnachwehen quasi).


Viel im Kopf, wenig Lust zu reden.

Darum geh ich jetzt ins Bett. Und warte da einfach weiter...

20. Februar 2010

Anmerkung

..zu der neuen Spalte rechts.

Mieke hat in nicht mal einem Monat Geburtstag und ab April haben wir (schön? nicht schön?) einen Krippenplatz. Und ein anständiges Kind gehört natürlich mit Tasche in die Krippe.

Da ich mich, wie fast immer, nicht entscheiden kann, rechts meine kleine DaWanda Vorauswahl. Ich tendiere ja zu der Eulentasche. Aber eine weitere, tolle Tasche will ich euch nicht vorenthalten:

QUAL DER WAHL!!!

19. Februar 2010

Ewige Freundschaft?!?

Es fällt mir, zugegebenermaßen, sehr schwer das, was ich gerade alles an Gefühlen in mir spüre, auszudrücken.

Noch vor wenigen Tagen habe ich gepostet, wie schön es ist, wenn eingeschlafene Freundschaften wieder erwachen.
Heute mache ich mir Gedanken darüber, was eine Freundschaft denn zusammen hält.

Sind es die gemeinsamen Unternehmungen? Die tiefgründigen Gespräche? Das Verständnis für die momentanen Lebensumstände des Anderen? Das unbeschwert herzliche Lachen mit- und übereinander? Ähnliche Interessen? Offenheit?

Irgendwie von allem ein bißchen - ein Mix, der ein enges und tief vertrautes Band beginnt zu knüpfen. Im besten Fall für immer und ewig.

Und doch, bei allen guten Vorsätzen, es gibt auch die zeitweiligen Freundschaften. Definitiv Freundschaften, die mir was bedeutet haben. Nur scheint ihre Zeit vorbei. Vielleicht haben wir etwas von den oben genannten verloren???
Der Augenblick, in dem man eben genau das realisiert, ist grausam.
Manchmal erkennt man es ganz spät, fast schon Jahre danach. Wenn man eines Tages merkt- Komisch, das habe ich immer mit dieser einen Person gemacht, das war unser Witz. Da tut es nicht ganz so weh. Da ist es eher traurig und ruhig. Irgendwie... akzeptierter.

Manchmal erwischt es einen aber auch ganz kalt, ein bißchen wie der Dorn einer Rose- und plötzlich blutest du!
Du beginnst dich über Belanglosigkeiten zu unterhalten, lachst, aber nicht mehr wie früher. Erzählst dir vom Alltag, aber schließt die Probleme aus. Versuchst, Situationen aus dem Weg zu gehen, Streit zu vermeiden, sitzt Dinge aus.

Und da wieder diese Frage: Was hält die Freundschaft dann zusammen?

Es tut schrecklich weh, wenn man Belangloses erzählt bekommt, wo doch Probleme auf Herz und Seele drücken!

Warum halten wir uns nicht aneinander und zusammen???

Och süß


Ich glaube, DAS hier wird Miekes Geburtstagsgeschenk. Nachdem sie die meisten, teuren Sachen schon in Benutzung hat (Krabbelschuhe, Schneeanzug, Kindersitz in der nächsten Größe, Fußsack...), wäre das doch ein süßer, kleiner Lauflernwagen. Und Formsortierer. Was will man mehr???

18. Februar 2010

Kurz oder lang???

Fragen, wichtige Fragen.

Vor allem wenn es um Haare geht. Kurz oder lang?

Ich fand immer, dass mir kurze Haare hervorragend stehen, sie sind trendy, fix zu stylen - müssen aber auch immer nachgeschnitten werden.

Mein Mann (ist das ein Männerding???) liebt aber lange Haare und freut sich jeden Tag, dass meine Millimeter für Millimeter wachsen. Also Pferdeschwanz...Mh.
Ein Kompromiss wäre für mich eine schulterlange Frisur mit Pony (der mir im Übrigen auch außergewöhnlich gut steht ;-) ). Aber auch da macht mir mein Mann einen dezenten Strich durch die Rechnung - Pony findet er ganz schrecklich.

Tja, wo finden wir den goldenen Mittelweg? Die einen sagen: "Es sind doch wohl deine Haare, als mach was DU willst". Doch dem eigenen Mann nicht gefallen? Auch schwierig...

Also


KURZ oder LANG???

13. Februar 2010

Erkenntnisse des Tages

Mein Mann ist unbestrittener König im Schönrechnen.

Mieke liebt Gouda-Streichkäse.

Beim sich-jemanden-in-die-Arme-werfen zittert sie ein bißchen vor Angst, kneift dann die Augen zusammen und freut sich nach dem geglückten Auffangen über selbiges und ihre Courage.

Wann hab ich mich mal mit zugekniffenen Augen jemanden in die Arme geworfen??? ;-)

Noch zwei Premieren: Kopfschütteln und winken.

Ich laufe Gefahr Kinojunkie zu werden.

Man darf seine Erziehungsgrundsätze ruhig mal über Bord werfen, wenn der Mutterinstinkt es für gut befindet. Es scheint einfach Nächte zu geben (ich schieb es nach wie vor gerne auf die Zähne), da braucht unser Kind uns. Zum beruhigen. Zum da sein. Damit sie weiß: Da leidet jemand mit mir, aber auch das geht vorbei.
So hat meine Lieblingstochter die halbe Nacht zwischen mir und Papa geschlafen. Kurzes Hochschrecken und weinen inklusive, aber Patschhand nach rechts- Mama da- und Patschhand nach links- Papa da- alles gut!

Es gibt wirklich noch Globen, die per Hand hergestellt werden. Einen davon besitzen jetzt wir.

Fasching ist definitiv raus und nichts für mich!

Schneeberge werden bedrohlich, wenn man mit einem großen T4 durch verwinkelte Altstadtstraßen fahren muss.

Es tut gut, wenn eingeschlafene... -ja was nur? Bekanntschaften? Freundschaften? Beziehungen?- was auch immer...wenn sie ab und zu wieder aufwachen.

Messer, Gabel, Schere, Licht

...sind für kleine Kinder nichts!

Messer, Schere und Kerzenlicht sind auch tabu für Mieke, aber bei kleinen Plastegabeln mit runden Zacken...da machen wir auch schon mal eine Ausnahme. Schließlich soll die junge Dame ja mal lernen, wie man Brot und Brötchen mit Messer und Gabel isst ;-)

Die ersten Versuche meistert sie, wie so oft, ganz bravourös. Selbst aufspießen klappt zwar nicht, aber das wäre auch viel verlangt mit 11 Monaten. Dafür ist die Bewegung mit der Gabel in den Mund perfekt koordiniert und im Gegensatz zum Essen mit den Händen geht jetzt kaum mehr was daneben. Was die Mama widerum noch mehr freut.



Mhhhh...lecker!


"Du auch?!?"



Und vom ganzen Abendschmaus, schaut nur noch etwas Litschi raus.

Essen ist ein tolles Abenteuer!

Nachtrag:

All die Vorsicht im Umgang mit scharfen und heißen Dingen verliert seine Bedeutung, wenn es an den Eltern lag, besser Acht zu geben... Wenn man zum Beispiel zusammen im Bett liegt und kurz wegnickt um dann von einem "Plumps" aus dem Schlaf gerissen zu werden. So ein Köpper von der Bettkante ist kein Spaß. Und Schuld hat dann keine scharfe Kante oder heiße Flamme. Und so lernt man jeden Tag etwas dazu!

P.S.: Wahre Begebenheit, aber es ist nichts passiert. Außer verstörte Krokodilstränen und eine ganz kleine Beule. Gott sei Dank!

12. Februar 2010

Schneemassen

"Wenn nichts mehr geht, redet man eben übers Wetter."

Aber so ist es nicht, es gibt schon noch genug Dinge, über die ich reden kann. Aber das Wetter ist im Moment einfach zu beeindruckend und präsent.
Der Schnee will gar nicht aufhören zu fallen.

..."komm setz dich ans Fenster, du lieblicher Stern. Malst Blumen und Blätter, wir haben dich gern"...

Ich versuch später mal ein paar Bilder zu machen um sie zu zeigen.
Wann hatten wir das letzte Mal einen so heftigen und vor allem schneereichen Winter? Das Weiß will gar nicht richtig weichen, selbst wenn Frau Holle ein paar Tage Mittagsschlaf macht.

Ich versteh ja durchaus den Ärger der Autofahrer und Hausbesitzer, wenn man 5x am Tag Schnee schieben muss oder nur langsam und riskant voran kommt... Aber schön ist es trotzdem. Und abends, wenn man den Schnee beim Laternenlicht betrachtet, kann man wunderbar träumen. Alles sieht dann so weich, leicht und friedlich aus. Als ob jemand die Uhr anhält.

Was wird es für ein unglaubliches Gefühl sein, wenn die Kälte irgendwann dem unausweichlichen Frühling Platz macht. Wenn das Leben zurückkehrt in Blumen und Bäume und Tiere und uns?!?
Alles hat seine Qualität, schaut man nur genau hin.

Nachtrag um 19:50 Uhr:

Wisst ihr jetzt, was ich meine???





9. Februar 2010

Zeit zum nachdenken

Da mein liebstes Kind bei dem aufregenden Spielenachmittag mit ihrer besten Freundin keine Sekunde Ruhe bekommen hat, sind wir entgegen meiner Pläne statt mit dem Bus zu Fuß nach Hause gegangen. Das ist ein etwa 45minütiger Spaziergang, ziemlich allein durch die stille Kälte. Mieke hat sofort die Augen geschlossen und sich in ihren weichen Fußsack gekuschelt.

45 Minuten sind relativ lang, wenn man seinen IPod vergessen hat und mit niemandem telefoniert. Gesegnet sei die innere Stimme, mit der man ins Zwiegespräch gehen kann...

Wo will ich hin? Wie sehe ich mich? Was werde ich in Zukunft machen?
So viele Herzen schlagen in meiner Brust, so vieles hätte ich gern...Und doch- das, was ich mit Leidenschaft machen möchte, ist irgendwie nicht drin.
Kann es denn sein, dass man einmal im Leben die Weichen nicht in die richtige Richtung gestellt hat? Dass einen die Korsettstangen zwar halten, aber auch zwängen?
Früher habe ich gedacht, dass man wirklich seines eigenen Glückes Schmied ist und alles erreichen kann, wenn man es nur fest genug will. Aber geht das, ganz realistisch?

Plötzlich ist man nicht mehr allein, kann seinen egoistischen Neigungen nicht mehr rücksichtslos nachgehen...Plötzlich muss man Antworten finden auf Fragen wie: Wie oft willst du dein Kind sehen? Was bist du bereit zu missen? Wo ist deine persönliche Mitte, bis zu der ein Kompromiss möglich ist?

Erwachsen. Und nicht nur einmal überfordert. Also quält man sich durch alle hellen und dunklen Momente. Und hofft auf das erfüllende Licht am Ende des Tunnels. Getreu dem Motto: "Mein Weg wird mich finden".