25. Oktober 2011

Ganz fest.

Ich kann diesen kleinen, süßen Armen einfach nicht widerstehen, wenn sie mich ganz fest an sie drücken.
Wenn sie mir "Ich hab dich sooo lieb" ins Ohr flüstert.

Es ist jede Anstrengung und jeden Streit der Welt wert.

Diese Liebe ist der Jackpot!

24. Oktober 2011

Schleichend.

Stück für Stück werden die Tage wieder kürzer.
Die Temperaturen deutlich kälter.
Der Morgenreif immer dicker.

Bye bye, goldener Herbst.
Hallo, frostiger Winter.

Nur noch wenige Tage bis der November beginnt - und der Countdown zur offiziellen Vorweihnachtszeit. Der erste Advent in diesem Jahr schon Ende November. Das heißt: hurtig hurtig planen, nicht mehr lange dann werden im Hause L. Plätzchen gebacken, Pfefferkuchenhäuser zusammen gebaut, Weihnachtsgeschenke gebastelt und verpackt.
Ich fühle mich zwar jedes Jahr ein bißchen weniger in der Lage all das mit vollen Zügen zu genießen, aber will den Trouble und die Schönheit der Weihnachtszeit der kleinen Mieke nicht vorenthalten.
Darum werden schon jetzt die ersten to-do-Listen geschrieben. Zu Schade, dass für die Großen Weihnachten immer in die stressige Jahresendphase fällt - da, wo immer noch "ganz schnell" was gemacht werden muss, wo die Tage eigentlich schon 16:30 enden (weil dunkel) und im schlimmsten Fall die Temperaturen bereitwillig in den Minusbereich abtauchen.

Dabei hab es ich früher so sehr geliebt:
Weihnachtsmusik! Heißer Kakao! Schmalzgebäck! Lebkuchen! Heimlichkeit! Freude bereiten! Nähe!

All das huscht jetzt als guter Vorsatz in mein Herz und es wird auf`s Neue überlegt, wie Miekes Adventskalender in diesem Jahr aussehen soll. Vielleicht schaffe ich es seit Monaten doch mal wieder an die Nähmaschine. Einen Versuch wär es wahrlich wert.

Wie haltet ihr es mit der Adventszeit?
Genuss oder Graus? Basteln oder Kaufen? Planen oder Last-Minute?
Würd ich zu gerne wissen!

22. Oktober 2011

Plan.

In 356 Tagen startet der Harzgebirgslauf 2012.

Und wer wird daran teilnehmen? Richtig!

Meine Taktik: Je mehr Leute davon wissen, desto weniger Chance für mich es nicht durchzuziehen. Nur so als Randinfo: Ich hatte heute meine erste Jogging-Session mit 3 Kilometern. 3. D-R-E-I. Aber jedes große Ziel fängt mit kleinen Schritten an, richtig?
Und nicht zu verachten ist auch die Motivation der eben frisch bestellten Ausrüstung. Man muss seine Träume ernst nehmen, nicht wahr?

P.S.: Wir reden natürlich "nur" von dem 11km Lauf und nichts Verrücktem. Marathon zum Brocken wird einfach nicht zu schaffen sein. So als Nebeninfo :-)

20. Oktober 2011

Passau, my Love.


Oben: Der Blick auf das Dreiflüsseeck.
Unten: Von eben selbigem der Blick in Richtung "Cafe Blaas" - der beste Panoramablick mit dem besten Palatschinken der Region...

Wir waren seit..3 Jahren nicht mehr gemeinsam in Passau. Dabei verbindet mich und uns so einiges mit dieser Stadt. Es ist ein befremdliches und gleichzeitig sehr, sehr schönes Gefühl dorthin zurück zu kehren. Vorallem mit all dem Abstand. Man sieht wieder all die Ecken, die dieses Städtchen so charmant machen. Ertappt sich beim "Weißt du noch..." und "...guck mal da!...

Die eigene Vergangenheit auffrischen und dabei neue Erinnerungen dazu addieren - besser geht es kaum. Das nächste Mal lassen wir uns ein, zwei Tage mehr Zeit und zeigen definitiv Mieke, wo alles begann!

Wer also Tipps in und um Passau braucht: gretha.miable@gmail.com.



3. Oktober 2011

Bei uns, letztens.

Meistens, wenn es hier mal ganz ruhig wird, haben wir zu viel Stress um abends mit Muse Bilder für den Blog zusammen zu stellen.
Manchmal ist aber auch die Kamera in der Reparatur. Oder es fehlt einfach die Lust.

Dieses Mal lag es an den schönen Stunden, die wir in den letzten Tagen miteinander hatten. Auch wenn Mieke etwas kränkelt, so war die Zeit doch gut genutzt.
Wir beide leben zusammen genommen schon über 50 Jahre im Harz und waren doch noch nie mit der Harzer Schmalspurbahn auf dem Brocken. Wie gut, dass es Kinder gibt. Plötzlich ist es egal, dass sich Touristenmassen dort tummeln und wir einen halben Wocheneinkauf für Tickets ausgeben - Hauptsache die Kinderaugen glänzen!




Mal sehen was uns in den nächsten Jahren so erwartet: Ob C. nochmal zum aktiven Springsport zurück kehrt? Wann wird Mieke ihr erstes Turnier in der Führzügelklasse absolvieren? Wie oft werden wir noch  um 6 Uhr im Stall stehen um Pferde zu verladen?
Und wie oft werden wir noch dieses zufriedene Lächeln auf dem Gesicht unseres Kindes beobachten wenn ein Vormittag mit Pferd, Stroh und Stall so gut begonnen hat?!?




Ich weiß, man hört es so oft. Aber es ist wirklich so: Jedes Jahr mit Kindern wird schöner, reicher, besser. Sie öffnen die Augen für all die vergessenen Freuden. 
Wann habt ihr zum letzten Mal Kastanientiere gebastelt?
Wann war die Freude über eine frisch aufgeplatzte Kastanie so groß wie ein Tor des Lieblingsvereins?
Wann nimmt man sich sonst die Zeit tief durchzuatmen und den Blättern Tag für Tag beim Farbwechsel zuzusehen?
Wann durfte man seine Eltern schon mal mit Gelassenheit und einem gewissen Abstand beobachten?

Schön, dass es dich gibt!

Soul Food

Dieses Rezept wollte ich schon seit Ewigkeiten hier auf dem Blog wissen - es ist unser Hauptnahrungsmittel.
Meine Liebe dazu kam während des Studiums. Nicht nur weil es eins der schnellsten Gerichte ist, die ich kenne und noch dazu mit einem Minimum an Zutaten umsetzbar ist, sondern weil es einfach absolut lecker ist.
Kohlenhydrate hin oder her: Spagetti alio oglio ist der Hit.

Mittlerweile habe ich Entzugserscheinungen, wenn ich es über eine längere Zeit (etwa 2 Wochen) nicht gegessen haben. Und es ist mein Comfort Food Number 1. Geht es mir schlecht oder habe ich Heimweh/ Liebeskummer/ wasauchimmer - das hilft meistens weiter.

Ich glaube mittlerweile den perfekten Dreh zu kennen. In Restaurants war ich bisher eigentlich immer enttäuscht: die sparen selbst an den wenigen Zutaten. 
Zu wenig getrocknete Tomaten? Zu trocken!
Zu wenig Knoblauch? Keine Würze!
Zu wenig Peperoni? Keine Schärfe!
Schlechter Parmesan? Alles verdorben!

Also bleibt es homemade. Und mein Favorit!

Hier also die Anleitung für die vegetarische Variante (manch einer schwört auf italienische Salami. Tut nicht weh, muss für mich aber nicht sein):






Verliebt.

In den Herbst.
In den Altweibersommer, auch wenn er verspätet ist.
In Ahorn, Kastanien, Eckern.
In unser Kind.
In Pizza, Curry, Frühstück.

In Familienkuscheln und Dreisamkeit.

Das viele getrennt sein ist nicht gut für mich. Ich vermisse meine Familie so sehr, dass es fast weh tut. Und jedes Mal frage ich mich: "Wie hält er das nur immer aus?".
Nächste Woche sind es schon wieder 4 Tage, die ich weg bin. So beginnt bereits am ersten Tag das Rückwärtszählen.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß wohin man gehört.
Diese verliebten Tage könnten ewig dauern...
Sie schweißen uns zusammen, helfen einander nah zu bleiben und, auch wenn es abgedroschen klingt, packen beinah jeden Tag ein kleines Stückchen mehr Liebe drauf.

♥

{this moment} – A Sunday ritual. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. – SouleMama

18. September 2011

Die Sache mit der Konsequenz.

Es ist alles nicht so einfach.

Das ursprüngliche Problem: Die explodierenden Synapsen in ihrem Köpfchen. Sie merkt sich alles, aber wirklich alles. Da wird jedes Detail des Spaziergangs abends rekapituliert. Und dann die des Tages davor. Und davor. Und davor.

Und mit dieser Gedankenexplosion (oder liegt es vielleicht daran, dass sie jetzt alles auch so wunderbar artikulieren kann???) kommt die Schlaflosigkeit. Man würde ja eigentlich vermuten, dass bei all der Anstrengung im Kopf und im Körper die kleine Maus mittags und abends tot umfallen müsste. Aber davon keine Spur.
Trotz Regelmäßigkeit und Ritualen findet Mieke einfach nie in den Schlaf. Dann geht sie in ihr Bettchen und erzählt, erzählt, erzählt. Und spielt, spielt, spielt.Traumsand und Müdigkeit? Klingt wie Fabelwesen.
Dabei brauchen die Kleinen doch noch etwa 11-12 Stunden Schlaf pro Tag. Denn (und das ist nachgewiesen) bei einem konstant darunter liegenden Wert kann es Störungen im Hirn geben und Aufmerksamkeitsprobleme bis hin zu AD(H)S. Und - oh ja - da sind wir sehr alarmiert!

Aber was tun?

Die neue Strategie heißt: Bestimmerwechsel.
Bisher war ich ein großer Fan von einem Nebeneinander auf Augenhöhe. Jetzt glaube ich, dass dadurch teilweise eine Überforderung des kleinen Köpfchens statt findet. Nein, Mieke muss wirklich noch keine Tage durchstrukturieren. Und wenn Mama sagt, der Plan ist xy, dann bleibt es dabei. Kein verhandeln. Kein diskutieren. Ab und zu scheint sie diese klare Konsequenz einfach zu brauchen. Und im Nachhinein auch ganz froh zu sein, dass sie nicht ständig gefragt wird ob sie dies oder lieber jenes mag.
Versteht mich nicht falsch: Natürlich soll sie lernen mit zu bestimmen. Wohldosiert!

Und das Schlafproblem?
Abends gab es bisher immer klare Verabredungen, die stetig wiederholt wurden. Dabei haben wir immer versucht, es möglichst schön, gemütlich und partnerschaftlich ausklingen zu lassen. Und an manchen Stellen gar nicht bemerkt, wie sehr diese kleine Persönlichkeit ihre Grenzen auslotet.
Jetzt werden nach klaren Regeln ("noch eine Geschichte und ein Lied, das wars") trotz Protest alle Reizquellen (kein Licht, keine Musik) ausgeschaltet und, wenn es denn sein muss, auch zum letzten Mittel "Tür zu" gegriffen.
Als ich klein war mochte ich es sehr gerne wenn zum einschlafen noch ein Hörspiel oder eine leise CD im Hintergrund lief. Meist habe ich eh nicht mehr als die ersten 5 Minuten davon mitbekommen. Mieke hingegen hört aufmerksam bis zur letzten Minute zu und will dann "nochmal". Reizoffen nennt man so etwas wohl in der Psychologie.
Also: Reize weg, Zimmer dunkel, klare Regeln, fester Rhythmus.

Ich hätte nie gedacht, dass es so viele Facetten im "konsequent sein" gibt. Und so vieles, was man wirklich ausprobieren muss und ganz bewusst und aktiv auf sein Kind achten soll. Das Rezept gibt es nicht. Also versuchen wir unsere Variation zu finden.
Und dem kleinen Geist genug Raum und Ruhe für ein gesundes Wachstum zu geben.
Gesündere Ermährung. Weniger Zucker. Nicht mehr Fernsehen als 10 Minuten/Tag. Keine IPhone Apps. Nichts, wofür das kleine Hirn noch nicht gemacht ist. Es ist manchmal wahnsinnig schwer, sein Kind nicht zu überschätzen.
Ja, sie ist weit.
Ja, sie kann sich toll ausdrücken.
Ja, sie ist clever.

Aber sie ist und bleibt 2 1/2...

11. September 2011

Trotzdem.


Eigentlich wollte ich heute etwas 9/11mäßiges posten, als mir das Datum wieder einfiel. Was bei der hiesigen Berichterstattung ja nicht schwer war.

Und wegen eben jener bin ich dem Ganzen gerade über. Und doch: Gedanken gehen an die Hinterbliebenen all derer, die dieses Ereignis in den Tod gerissen hat. Ungeachtet der politischen Hintergründe und Umstände: Das, was an diesem Tag geschah, ist der pure Wahnsinn.

In stillem Gedenken.