13. Mai 2010

Tag 2

Heute - Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst.

Tja, das ist eine gute Frage. Es gibt zwei Bücher, die ich gern lesen würde:
"Zusammen ist man weniger allein" von Anna Gavalda. Ich habe die DVD geschenkt bekommen, wollte aber unbedingt erst das Buch gelesen haben.
Die Alternative ist "Three cups of tea" von Greg Mortenson und David Oliver Relin. Das Buch habe ich mir mal am Flughafen gekauft und nie angefangen. Die Geschichte hat mich aber so fasziniert und ich habe auch schon mehrere Artikel darüber gelesen: Es geht um einen Mann, der den K2 besteigen will (ein ziemlich hoher Berg in Pakistan). Er überlebt die Aktion nur knapp und dank Hilfe von Dorfbewohnern mitten in der Pampa. Er ist so dankbar, dass er den Einwohnern des Dorfes verspricht zurück zu kehren und ihnen eine Schule zu bauen. Mortenson steckt all seine Energie in dieses Herzensprojekt, sammelt Geld, schläft im Auto um Miete zu sparen und lauter solch verrücktes Zeug und schafft es letztlich, sein Versprechen zu halten. Doch nicht nur das: Er baut darüber hinaus immer weiter. Mittlerweile gibt es über 50 Schulen in den ländlichen Gebieten Pakistans und Afghanistans. Seine Message an die Regierung lautet: Nicht Waffen schaffen Frieden, sondern Bücher. Nur über Bildung können wir wirklich etwas bewegen und verändern. Ein toller Gedanke...
Ein etwas herber Nachgeschmack ist die Lobhudelei der Amerikaner auf dieses Buch. Was er verändert hätte und seine Vorbildfunktion und und und. Eigentlich wollen sie (in diesem Fal vor allem das Militär) Mortenson instrumentalisieren. Schade! ABER: Mortenson scheint wirklich ein gutes und cleveres Bürschchen zu sein. Spenden der amerikanischen Regierung und des Militärs hat er bisher konsequent abgelehnt, um seine Glaubwürdigkeit bei den Afghanen und Pakistani nicht aufs Spiel zu setzen. Sympathisch!

Ich werd also aller Wahrscheinlichkeit mit Nummer Zwei weiter machen in meiner Lesekarriere. Was auch eine grandiose Überleitung zu Aktion Nummer 2 darstellt: Wenn Mortenson so ein guter Mensch ist und Gutes tut, dann kann ich das doch auch, oder?

Da ich ja immer einen Tag rückblickend schreibe, muss ich echt überlegen, was ich gestern Gutes getan habe. Aber es ist mir wieder eingefallen, denn es war eine extrem selbstlose gute Tat:
Brötchenkauf beim Bäcker. An Christi Himmelfahrt. Also prinzipiell schon mal sehr erleichert einen geöffneten Bäcker in der Nähe gefunden zu haben. Dann betreten dieser Mann und ich so ziemlich zeitgleich den Laden und wollen, klar, Brötchen. Die Verkäuferin ist grad hinten, also schau ich noch mal in die Kühlvitrine und entdecke ein Stück Butter, was ich auch noch brauch. Dann kommt die Verkäuferin und...nur noch 4 Brötchen. "Reicht genau", denk ich mir. Der Mann neben mir wohl auch. Ein verzweifelter Blick zu mir und ich erinnere mich an die fast leere Tüte Aufbackbrötchen und geh schließlich nur mit dem Stück Butter aus dem Laden.
Hoffentlich hatten die ein schönes Frühstück!!!

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