13. Februar 2010

Messer, Gabel, Schere, Licht

...sind für kleine Kinder nichts!

Messer, Schere und Kerzenlicht sind auch tabu für Mieke, aber bei kleinen Plastegabeln mit runden Zacken...da machen wir auch schon mal eine Ausnahme. Schließlich soll die junge Dame ja mal lernen, wie man Brot und Brötchen mit Messer und Gabel isst ;-)

Die ersten Versuche meistert sie, wie so oft, ganz bravourös. Selbst aufspießen klappt zwar nicht, aber das wäre auch viel verlangt mit 11 Monaten. Dafür ist die Bewegung mit der Gabel in den Mund perfekt koordiniert und im Gegensatz zum Essen mit den Händen geht jetzt kaum mehr was daneben. Was die Mama widerum noch mehr freut.



Mhhhh...lecker!


"Du auch?!?"



Und vom ganzen Abendschmaus, schaut nur noch etwas Litschi raus.

Essen ist ein tolles Abenteuer!

Nachtrag:

All die Vorsicht im Umgang mit scharfen und heißen Dingen verliert seine Bedeutung, wenn es an den Eltern lag, besser Acht zu geben... Wenn man zum Beispiel zusammen im Bett liegt und kurz wegnickt um dann von einem "Plumps" aus dem Schlaf gerissen zu werden. So ein Köpper von der Bettkante ist kein Spaß. Und Schuld hat dann keine scharfe Kante oder heiße Flamme. Und so lernt man jeden Tag etwas dazu!

P.S.: Wahre Begebenheit, aber es ist nichts passiert. Außer verstörte Krokodilstränen und eine ganz kleine Beule. Gott sei Dank!

12. Februar 2010

Schneemassen

"Wenn nichts mehr geht, redet man eben übers Wetter."

Aber so ist es nicht, es gibt schon noch genug Dinge, über die ich reden kann. Aber das Wetter ist im Moment einfach zu beeindruckend und präsent.
Der Schnee will gar nicht aufhören zu fallen.

..."komm setz dich ans Fenster, du lieblicher Stern. Malst Blumen und Blätter, wir haben dich gern"...

Ich versuch später mal ein paar Bilder zu machen um sie zu zeigen.
Wann hatten wir das letzte Mal einen so heftigen und vor allem schneereichen Winter? Das Weiß will gar nicht richtig weichen, selbst wenn Frau Holle ein paar Tage Mittagsschlaf macht.

Ich versteh ja durchaus den Ärger der Autofahrer und Hausbesitzer, wenn man 5x am Tag Schnee schieben muss oder nur langsam und riskant voran kommt... Aber schön ist es trotzdem. Und abends, wenn man den Schnee beim Laternenlicht betrachtet, kann man wunderbar träumen. Alles sieht dann so weich, leicht und friedlich aus. Als ob jemand die Uhr anhält.

Was wird es für ein unglaubliches Gefühl sein, wenn die Kälte irgendwann dem unausweichlichen Frühling Platz macht. Wenn das Leben zurückkehrt in Blumen und Bäume und Tiere und uns?!?
Alles hat seine Qualität, schaut man nur genau hin.

Nachtrag um 19:50 Uhr:

Wisst ihr jetzt, was ich meine???





9. Februar 2010

Zeit zum nachdenken

Da mein liebstes Kind bei dem aufregenden Spielenachmittag mit ihrer besten Freundin keine Sekunde Ruhe bekommen hat, sind wir entgegen meiner Pläne statt mit dem Bus zu Fuß nach Hause gegangen. Das ist ein etwa 45minütiger Spaziergang, ziemlich allein durch die stille Kälte. Mieke hat sofort die Augen geschlossen und sich in ihren weichen Fußsack gekuschelt.

45 Minuten sind relativ lang, wenn man seinen IPod vergessen hat und mit niemandem telefoniert. Gesegnet sei die innere Stimme, mit der man ins Zwiegespräch gehen kann...

Wo will ich hin? Wie sehe ich mich? Was werde ich in Zukunft machen?
So viele Herzen schlagen in meiner Brust, so vieles hätte ich gern...Und doch- das, was ich mit Leidenschaft machen möchte, ist irgendwie nicht drin.
Kann es denn sein, dass man einmal im Leben die Weichen nicht in die richtige Richtung gestellt hat? Dass einen die Korsettstangen zwar halten, aber auch zwängen?
Früher habe ich gedacht, dass man wirklich seines eigenen Glückes Schmied ist und alles erreichen kann, wenn man es nur fest genug will. Aber geht das, ganz realistisch?

Plötzlich ist man nicht mehr allein, kann seinen egoistischen Neigungen nicht mehr rücksichtslos nachgehen...Plötzlich muss man Antworten finden auf Fragen wie: Wie oft willst du dein Kind sehen? Was bist du bereit zu missen? Wo ist deine persönliche Mitte, bis zu der ein Kompromiss möglich ist?

Erwachsen. Und nicht nur einmal überfordert. Also quält man sich durch alle hellen und dunklen Momente. Und hofft auf das erfüllende Licht am Ende des Tunnels. Getreu dem Motto: "Mein Weg wird mich finden".

8. Februar 2010

So cool...

Nachdem ich Sonntag endlich im Kino war, um Avatar zu sehen, will ich jetzt auch jemanden, der mir einen Avatar macht!
Und ich will "das Band"...

Ich will, ich will, ich will...

...dich sehen


7. Februar 2010

Zum ersten Mal...

...habe ich das Gefühl, richtig Mama sein zu müssen, zu können, zu dürfen.

Mein Kind hat die letzten Tage schon angedeutet, dass es kränkelich wird, aber gestern Abend ist es sozusagen aus ihr heraus gebrochen.
Da war plötzlich hilfloses Wimmern, schmerziges Weinen und dicke, verwirrte Kullertränen.

Aber Mami ist doch da!

Bei allem mitleiden, wie schön doch die kleinen Ärmchen und Händchen um den Hals gekuschelt zu bekommen, die warme Stirn in meiner Halsbeuge abgelegt, durchschnaufen, verschnaufen. Im eigenen Bettchen schlafen? "Heute nicht, Mutti!", sagen die glasigen Äuglein und das leise Quietschen.

Also haben Mieke und ich zu zweit im großen Bett, direkt neben Papas leerem Kissen (was aber trotzdem und Gott sei Dank nach Papa riecht), geschlafen. Eine unruhig-besorgte, aber dennoch irgendwie friedliche Nacht. Wenn man das schwitzende Köpfchen streichelt, in die müden Augen schaut, auf weinen reagieren kann...dann ist man plötzlich mittendrin:

Hallo Mama!

5. Februar 2010

Wenn...

...das Kind sich Butter in die Haare schmiert, guckt Mama skeptisch.

...und die Freunde können tolle, neue Frisuren kreieren :-)


3. Februar 2010

Alles wird gut...

...denn alles soll so sein, wie es ist.

ICH will mich nicht verlieren. Will nicht überfordert sein mit den kleinen Dingen des Alltags, wo doch noch so viel mehr wartet.

Ich bin so froh, dass ich immer gefangen und gefunden werde.

Welch Glück, Liebe zu erfahren. Welch Glück, ein Kind zu haben!

Stumme Schreie

Kann man sich verlieren?

Im alltäglichen Gewimmel, in der Hektik des Tages?

Was ist es, wenn man sich kaum sieht und zu oft streitet?
Es fühlt sich kalt an. Schleichend. Aber vor allem kalt.

Worte, die verletzen. Wie kleine Nadelstiche. Und manchmal wie tiefe Messerschnitte. Mitten im Herz, da, wo es wirklich weh tut.

Nur eins heilt, ist warm: die grenzenlose Liebe.
Ist sie grenzenlos? Oder ist ihr Reservoire erschöpft irgendwann?

Ich liebe dich, so sehr. Und hab doch solche Angst.
Finde mich. Liebe mich. Dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten!

26. Januar 2010

Mieke kann..

.."Mama" sagen!

.."ccccchicht" sagen. Vermutlich eine Abwandlung von Licht.

..ganz fasziniert beim Enten füttern zusehen.

..ohne Hilfe sitzen.

..Brötchen essen. Und Bockwurst ohne Pelle. Und Teewurst. Und Leberwurst. Und Mango. Und Gurke. Und am allerallerallerliebsten ANANAS!

..richtig gut gnatzig sein.

...vorwärts robben wie eine behinderte Raupe (sagt die Oma) - eben mit einem Arm. Erstaunlich, wie jedes Kind seinen eigenen Stil findet.

..wachsen wie Unkraut ;-)

..Musik machen mit den unterschiedichsten Gegenständen: Holzklötzen, Flaschen, Mini-Knorr-Vie-Flaschen (wenn man da reinpustet, gibt es lustige Geräusche).

..Blechbrummkreisel anstarren.

..Mutti in den Konsumwahn treiben ;-)

..kitzelig sein.

..skeptisch sein!!!

..beim baden mit Papa (wichtig) "angeln".

..Kisten umschmeißen und ausräumen. Gilt auch für Papierkörbe.

..sich die Mütze vom Kopf ziehen.

..morgens ganz geduldig im Bettchen spielen.

..nicht ohne Tuch einschlafen. Und überhaupt: ohne Tuch ist ganz, ganz schwierig.

..12 bis 13 Stunden am Stück schlafen. Danke!

..ihre Eltern immer wieder auf´s Neue begeistern.

Schön, dass du bei uns bist, liebste Mieke.

Nachtrag: Heute gab es zum ersten Mal, mit großer Begeisterung, Kiwi. Und Mango essen funktioniert auch viel besser ;-)

Zweiter Nachtrag: ...den 5. Zahn bekommen. Ganz unerwartet unten rechts anstatt oben!

22. Januar 2010

Award winning?!?


Ich weiß zwar nicht genau wofür, aber ich habe in der virtuellen Bloggerwelt meinen ersten Award bekommen. Und auch wenn sich mir der Sinn noch nicht ganz genau erschließt, bin ich natürlich stolz und erledige hiermit meine Anforderungen an eben solchen:

Zuerst den "Verleiher" verlinken: Danke, meine liebe Eve!
Und dann 10 Dinge aufzählen, die mich glücklich machen...

1. Ein gutes Frühstück. Nicht erst seitdem ich regelmäßig mit meinen Freundinnen frühstücke, sondern schon immer. Ich habe seit ich mich erinnern kann eher ein gutes Frühstück genossen als Mittag zu essen. Eben einen guten Start in den Tag haben...

2. Gesundheit. Klingt immer wieder so trivial, aber ist doch so essentiell. Mein Kind, mein Mann, meine Freunde, meine Familie - es gibt nichts schöneres als deren Gesundheit!

3. Yoga.

4. Pakete.

5. Glucksendes Kinderlachen, wenn ich meine Tochter auskitzle oder wir einfach zusammen lachen können.

6. Generell miteinander lachen können!

7. Gut schlafen zu können

8. Gute Gespräche. Ob flach oder tiefsinnig spielt dabei nicht immer die ausschlaggebende Rolle.

9. Zu wissen, dass mein Opa uns genau beobachtet von da oben.

10. Die rasanten Entwicklungsfortschritte meiner Tochter.

Ich muss 11. hinzufügen: Die Liebe meines Mannes und dessen unerschöpfliche Geduld, Ruhe, Unterstützung und der Glauben an mich.