16. Juni 2013

Pippilotta.











Langsam, langsam ist er da, der Sommer. Oder zumindest regenfreie Zeit mit Temperaturen um die 20°C.
Und was kann es besseres geben als an einem sonnigen Sonnabend zum Sommerfest mit Pippi und ihren Piratenfreunden zu gehen? Richtig, nichts. Denn Pippi ist das Highlight eines jeden kleinen, frechen Mädchens. Weil sie so lustig ist. Und so gut reiten kann. Überhaupt: Weil sie so unglaublich stark ist.
Der Nordharzer Theaterbund hat sich am Wochenende ganz große Mühe mit einem Fest gegeben, wie es liebevoller kaum in Schweden hätte sein können. Für kleinen Eintritt gab es zwar keine große Hüpfburg und laute Musik, dafür aber einen feinen Sportparcour, der den Gästen einiges an Mut abverlangte. Wer sich aber traute im Sack zu hüpfen, mit Eiern zu laufen, Topfschlagen zu machen, den Pirat beim Tauziehen zu besiegen UND auf einem Pferd zu reiten, der durfte sich am Ende eine Urkunde abholen. Nicht irgendeine, sondern eine, die von Pippilotta höchstpersönlich unterzeichnet wurde. Eine, die dich zu ihrem ewigen Freund ernannte, weil du eben so mutig und stark warst, wie es nur eine Pippifreundin sein konnte. Aber das war noch nicht alles!
Es gab Eis, Schatzkisten voller Süßigkeiten, den kleinen Onkel, Annika war da (Tommy war leider krank und darum im Bett), man durfte sich ganz allein verkleiden und am Ende des Tages einen Luftballon steigen lassen mit seiner Adresse. Sozusagen eine Luftpost, so wie Pippi es sonst mit der Flaschenpost machte.
All das war so liebevoll vorbereitet, dass die 3 Stunden wie um Flug vergingen. 
Mieke konnte sich am Schluss (nachdem sie ihren echten Mut wieder fand) kaum von Pippis Lippen lösen, die noch eine ihrer Abenteuer vorlas!

Jetzt steht es fest - Pippi auf den Sieben Meeren müssen wir wohl noch sehen! Das Tochterkind ist verknallt. Denn: "Mama...die Pippi war echt! Die hatte gar keine Perücke auf, die hatte richtige rote Haare!!!"

Mehr davon!

5. Mai 2013

6,8.

 
 
 
 
 
 
 
 
  
  
 
 
 
 
Eben noch hat Mieke zum ersten Mal auf dem großen Pferd gesessen und schwupps, reitet sie ihr erstes Turnier. Das geht so im Schlaf, plötzlich ist es soweit.
Heute, bei strahlendem Sonnenschein hat sie ihr Debut gegeben und dabei zumindest weder geweint, noch eine ganz schlecht Figur gemacht. Dass sie mit ihrer Statur und dem Alter nicht wirklich den Einfluss auf ein Pferd nehmen kann wie es die Wettbewerbsordnung für Führzügelklasse vorschreibt, was absehbar. Und dass es einen sichtbaren Unterschied zwischen einem 4 jährigen Mädchen und einer 10 Jährigen geben muss - war auch klar!
Trotzdem hat sie Mut und Durchhaltevermögen gezeigt - sie war eine gute Stunden im Sattel, bis sie endlich dran war.
Ich war definitiv aufgeregter als sie. Aber auch an ihr ging es nicht spurlos vorbei, als plötzlich Oma, Opa, Nachbarn und Freunde am Rand standen um sie anzufeuern. 
Immer wenn sie unkonzentriert ist, fällt sie in den Stuhlsitz. Sie sucht ständig nach bekannten Gesichtern und vergisst, dass ihr Blick eigentlich zwischen den Pferdeohren entlang gehen soll. Beim antraben rutschen die Minifüße aus dem Bügel und sie rutscht - aber steckt das lächelnd weg und bleibt oben. Und macht es im zweiten Durchgang viel besser!
Ein erster Platz konnte es nicht werden, aber auch mit der Erinnerungsschleife sind wir mehr als zufrieden. Und Mieke? Stolz wie eh und je!

Wir sind so froh, dass du unser Kind bist! Und freuen uns auf die vielen Turniere, die noch kommen werden, mit dir - wenn du es willst. 

P.S.: Die Kostüme waren in der B-Note zu 50% entscheidend...ich glaube, auch das hat geholfen!!!

14. April 2013

Amanda.


 



Seit fast 6 Monaten lebt das kleine, dicke Pony bei uns. Hört auf den wohlklingenden Namen Amanda. Van de Bekkenkamp. Was ein echter Holländer ist...
Zugegeben, ich war anfangs mehr als skeptisch - noch ein Pferd mehr, um das sich gekümmert werden muss? Ich habe, hatte und wollte die Zeit nicht für eine weitere fixe Aufgabe im Tagesplan haben. Zumindest keine, die ich nicht mitentschieden habe.

Inzwischen allerdings sind wir uns näher gekommen, Fräulein van de Bekkenkamp und ich. Es freut mich in den Stall zu kommen und ihr aufgeregtes Wiehern zu hören. Ich beschütze sie vor den "Großen". Ich finde es toll, wie kinderlieb sie ist und wie wenig garstig sie trotz ihres Shettiwesen doch ist. Sie ist trotz ihres jungen Alters ziemlich entspannt - nur der Schnee hat sie verwirrt, den scheint es in Holland nicht zu geben...
Mittlerweile ist sie ein Top Team mit Mieke, die sie mittlerweile schon vom Hof in den Stall führt und ganz unerschrocken, wenn auch respektvoll, im Umgang mit ihr ist. Unser sportlicher Fokus wird sich also weder beim Ballett noch Turnen zeigen, vorerst. Momentan ist reiten angesagt. Wenn es nach Mieke geht dann am besten so oft und schnell es geht. 
Wir sind ziemlich stolz auf ihr Feingefühl, die Sicherheit im Stall, den ausbalancierten Sitz, die Zügelhaltung, den Spaß an der Sache und die Freude beim traben. Ganz ehrlich, ich hätte es ihr nicht so recht zugetraut. Aber gerade gibt es nichts Größeres als das Pony, Stall und Turniere. Die darf sie jetzt, mit 4, nämlich endlich mitreiten. Mein Mutterherz lacht und tanzt, auch wenn es immer einen kurzen Sorgenstich bekommt. 

Familienzeit ist das Beste, was es gibt. Vor allem an einem sonnigen Sonntag. Endlich!

12. April 2013

Mieke sagt...

"...Mama, wenn kleine Babys zu früh geboren werden, dann kommen sie in den Blumenkasten, stimmts?"
"...Ein Passbild schenke ich Oma, falls sie mit mir mal ausreißen will."

Vorstellung.

 
 
 
Heute war Elternnachmittag im Kindergarten.
Ich war so gerührt, was sie dort alles auf die Beine stellen, mit den Kindern üben, basteln, singen... Alles war sehr liebevoll ausgedacht und die Kinder zwar superaufgeregt, aber gleichzeitig so stolz auf ihr "Programm". Ich liebe Miekes strahlendes Gesicht im ersten und das konzentrierte im letzten Bild. Egal ob Lied, Gedicht oder Dornröschenspiel - sie war voll dabei!

Es ist ein so gutes Gefühl, wenn das Kind in der Tageseinrichtung nicht nur betreut, sondern rundum gut aufgehoben ist. Mit Erziehern, die zwar klar und konsequent, dabei aber liebevoll und voll frischer Ideen sind. Und nebenbei dokumentieren sie beinah jeden Tag, damit die Eltern am Ende auch ein bißchen daran teilhaben können. Ich kann es nicht oft genug sagen: Eine anständige Kinderbetreuung ist für arbeitende Mütter so, sooo wichtig.

Durchatmen.


Es gibt sie, diese Tage. Die Sorte, bei der du 6:20 noch auf die Uhr guckst, dich umdrehst und plötzlich ist es 7:45. Das heißt bei uns: Kaltstart!
Bad - anziehen - Mieke wecken - parallel Mieke beim anziehen helfen und den Schminkpinsel schwingen - frühstücken (in dem Fall dann Müsli) - Espresso trinken - Zähne putzen (Mama, Mieke, Lieblingskuscheltier/ Fillypferd/ Puppe/...) - frühlingstaugliche Jacke suchen (Mieke und Mama) - Schlüssel suchen - Schuhe anziehen (welche???) - Mütze suchen (Mieke) - nächsten Schlüssel suchen - aus dem Haus gehen, feststellen, dass das Lieblingskuscheltier/ Fillypferd/ Tuch/ Buch/ wasauchimmer noch drin ist -  Lieblingskuscheltier/ Fillypferd/ Tuch/ Buch/ wasauchimmer holen - Kind ins Auto verfrachten - ABFAHRT!
Im besten Fall schaffen wir es bis zum Morgenkreis kurz vor 9:00. Ich bekomme mittlerweile vom Kindergärtner bewundernde Blicke, wenn ich vor 8:45 da bin. Sollte mir das zu denken geben?

Manchmal schon. Und manchmal bin ich einfach nur dankbar, dass wir noch kein Schulkind haben, bei dem das eine Katastrophe wäre, sondern "nur" den Morgenkreis verpassen. Und ich den ersten Tratsch auf Arbeit. Dank Gleitzeit bin ich hier flexibel. Wie ging das früher bei meinen Eltern, die auf Bus etc. angewiesen waren?

Einatmen. Ausatmen. Das Leben ist gut!

5. April 2013

Liste.

Heute bin ich dankbar für kleine Miekehände, die sich zum Abschied um meinen Hals schlingen, meinen Mann, der sich um Auto und Orga kümmert und Zweizeit mit der Besten, ein ganzes Wochenende!!!

2. April 2013

Sonnige Ostertage.


 
Während es in Deutschland trotz kalendarischem Frühlingsbeginn nicht so recht warm werden will, waren wir vergangene Woche in der Türkei und genossen Plusgrade, Sonne, Meer, Zeit miteinander und einfach faules in-den-Tag-hinein-leben. Die gesamte Familie (also wir plus die Dänen und Großeltern) - entspannt, meistens.
Wir verbrachten unsere Tage am Strand, Steine werfend am Wasser, Burgen bauend im Sand, schaukelnd (immer wieder, dieses Kind ist geradezu süchtig danach), turnend, essend, schlafend. So schön kann das sein!
Familienzeit ohne Verpflichtungen (kein "ich muss erstmal Wäsche waschen/ Geschirrspüler ausräumen/ einkaufen/ Abendbrot machen/...") ist ein so großes Luxusgut, das gerät manchmal in Vergessenheit.

Zurück bleibt ein wehmütiges Gefühl und große Sehnsucht nach der Sonne.