14. April 2013

Amanda.


 



Seit fast 6 Monaten lebt das kleine, dicke Pony bei uns. Hört auf den wohlklingenden Namen Amanda. Van de Bekkenkamp. Was ein echter Holländer ist...
Zugegeben, ich war anfangs mehr als skeptisch - noch ein Pferd mehr, um das sich gekümmert werden muss? Ich habe, hatte und wollte die Zeit nicht für eine weitere fixe Aufgabe im Tagesplan haben. Zumindest keine, die ich nicht mitentschieden habe.

Inzwischen allerdings sind wir uns näher gekommen, Fräulein van de Bekkenkamp und ich. Es freut mich in den Stall zu kommen und ihr aufgeregtes Wiehern zu hören. Ich beschütze sie vor den "Großen". Ich finde es toll, wie kinderlieb sie ist und wie wenig garstig sie trotz ihres Shettiwesen doch ist. Sie ist trotz ihres jungen Alters ziemlich entspannt - nur der Schnee hat sie verwirrt, den scheint es in Holland nicht zu geben...
Mittlerweile ist sie ein Top Team mit Mieke, die sie mittlerweile schon vom Hof in den Stall führt und ganz unerschrocken, wenn auch respektvoll, im Umgang mit ihr ist. Unser sportlicher Fokus wird sich also weder beim Ballett noch Turnen zeigen, vorerst. Momentan ist reiten angesagt. Wenn es nach Mieke geht dann am besten so oft und schnell es geht. 
Wir sind ziemlich stolz auf ihr Feingefühl, die Sicherheit im Stall, den ausbalancierten Sitz, die Zügelhaltung, den Spaß an der Sache und die Freude beim traben. Ganz ehrlich, ich hätte es ihr nicht so recht zugetraut. Aber gerade gibt es nichts Größeres als das Pony, Stall und Turniere. Die darf sie jetzt, mit 4, nämlich endlich mitreiten. Mein Mutterherz lacht und tanzt, auch wenn es immer einen kurzen Sorgenstich bekommt. 

Familienzeit ist das Beste, was es gibt. Vor allem an einem sonnigen Sonntag. Endlich!

12. April 2013

Mieke sagt...

"...Mama, wenn kleine Babys zu früh geboren werden, dann kommen sie in den Blumenkasten, stimmts?"
"...Ein Passbild schenke ich Oma, falls sie mit mir mal ausreißen will."

Vorstellung.

 
 
 
Heute war Elternnachmittag im Kindergarten.
Ich war so gerührt, was sie dort alles auf die Beine stellen, mit den Kindern üben, basteln, singen... Alles war sehr liebevoll ausgedacht und die Kinder zwar superaufgeregt, aber gleichzeitig so stolz auf ihr "Programm". Ich liebe Miekes strahlendes Gesicht im ersten und das konzentrierte im letzten Bild. Egal ob Lied, Gedicht oder Dornröschenspiel - sie war voll dabei!

Es ist ein so gutes Gefühl, wenn das Kind in der Tageseinrichtung nicht nur betreut, sondern rundum gut aufgehoben ist. Mit Erziehern, die zwar klar und konsequent, dabei aber liebevoll und voll frischer Ideen sind. Und nebenbei dokumentieren sie beinah jeden Tag, damit die Eltern am Ende auch ein bißchen daran teilhaben können. Ich kann es nicht oft genug sagen: Eine anständige Kinderbetreuung ist für arbeitende Mütter so, sooo wichtig.

Durchatmen.


Es gibt sie, diese Tage. Die Sorte, bei der du 6:20 noch auf die Uhr guckst, dich umdrehst und plötzlich ist es 7:45. Das heißt bei uns: Kaltstart!
Bad - anziehen - Mieke wecken - parallel Mieke beim anziehen helfen und den Schminkpinsel schwingen - frühstücken (in dem Fall dann Müsli) - Espresso trinken - Zähne putzen (Mama, Mieke, Lieblingskuscheltier/ Fillypferd/ Puppe/...) - frühlingstaugliche Jacke suchen (Mieke und Mama) - Schlüssel suchen - Schuhe anziehen (welche???) - Mütze suchen (Mieke) - nächsten Schlüssel suchen - aus dem Haus gehen, feststellen, dass das Lieblingskuscheltier/ Fillypferd/ Tuch/ Buch/ wasauchimmer noch drin ist -  Lieblingskuscheltier/ Fillypferd/ Tuch/ Buch/ wasauchimmer holen - Kind ins Auto verfrachten - ABFAHRT!
Im besten Fall schaffen wir es bis zum Morgenkreis kurz vor 9:00. Ich bekomme mittlerweile vom Kindergärtner bewundernde Blicke, wenn ich vor 8:45 da bin. Sollte mir das zu denken geben?

Manchmal schon. Und manchmal bin ich einfach nur dankbar, dass wir noch kein Schulkind haben, bei dem das eine Katastrophe wäre, sondern "nur" den Morgenkreis verpassen. Und ich den ersten Tratsch auf Arbeit. Dank Gleitzeit bin ich hier flexibel. Wie ging das früher bei meinen Eltern, die auf Bus etc. angewiesen waren?

Einatmen. Ausatmen. Das Leben ist gut!

5. April 2013

Liste.

Heute bin ich dankbar für kleine Miekehände, die sich zum Abschied um meinen Hals schlingen, meinen Mann, der sich um Auto und Orga kümmert und Zweizeit mit der Besten, ein ganzes Wochenende!!!

2. April 2013

Sonnige Ostertage.


 
Während es in Deutschland trotz kalendarischem Frühlingsbeginn nicht so recht warm werden will, waren wir vergangene Woche in der Türkei und genossen Plusgrade, Sonne, Meer, Zeit miteinander und einfach faules in-den-Tag-hinein-leben. Die gesamte Familie (also wir plus die Dänen und Großeltern) - entspannt, meistens.
Wir verbrachten unsere Tage am Strand, Steine werfend am Wasser, Burgen bauend im Sand, schaukelnd (immer wieder, dieses Kind ist geradezu süchtig danach), turnend, essend, schlafend. So schön kann das sein!
Familienzeit ohne Verpflichtungen (kein "ich muss erstmal Wäsche waschen/ Geschirrspüler ausräumen/ einkaufen/ Abendbrot machen/...") ist ein so großes Luxusgut, das gerät manchmal in Vergessenheit.

Zurück bleibt ein wehmütiges Gefühl und große Sehnsucht nach der Sonne.


23. März 2013

Schlaraffenland.


Endlich hat es mal geklappt: Christian hat Karten für den Echo besorgen können, VIP Viewing Lounge (man gönnt sich ja sonst nichts)! 
Auch wenn es für ihn längst keine Highlight-Veranstaltung ist - ich bin da sehr begeisterungsfähig. Nicht nur die A, B oder C-Promis (Cro, Helene Fischer, Patrick Nuo, Sara Nuro, Lena, Georgina...;-) ) sondern auch all das Essen, Freigetränke, Aftershowparty...alles genau mein Ding.
Am Ende des Abends konnte ich zwar weder stehen noch tanzen (Danke, ihr Killerabsätze...), aber ich sag mal so: Ich würde es wieder tun!

17. März 2013

Ehe.



Über die Ehe lernt man nicht aus.

Es ist ein Weg, der so voller Hochs und Tiefs ist, dass mir manchmal ganz schwindelig wird.
Das Paradoxum einerseits sicherer Hafen zu sein und sich des anderen doch nie zu sicher sein zu dürfen.
Gegenseitiger Respekt.
Achtung für die Arbeit und den Stress des anderen.
Verständnis.
Emotionale Verbundenheit.
Einander Raum lassen.
Sich zurücknehmen zu können.
Die Stop-Taste zu finden, wenn das Leben sich zu schnell dreht.
Nie zu vergessen ehrlich aneinander zu arbeiten.
Kompromisse einzugehen ohne sich selbst zu verlieren.
Sich miteinander und wegeneinander gut - besser- zu fühlen.

Es gibt Zeiten, da ist das alles so schwer! Und dann sind sie wieder da, die Zeiten, an denen genau das plötzlich leicht wird.

Der Weg ist das Ziel. Lass uns diesen Weg zusammen gehen und so gangbar wie nur möglich machen.

1460.

Die Zeit vergeht so schnell. Plötzlich sind 1460 Tage vergangen. 1460 Tage. 4 volle Jahre. Jahre, in denen wir gewachsen sind. Als Familie. 
Seit 1460 Tagen ist nichts mehr so, wie es mal war. 
Freude, Sorge, Verantwortung und Erfüllung vereinen sich, immer wieder aufs Neue. Liebe, die ich vorher nicht begreifen konnte, hält mein Herz in Beschlag.
Natürlich ist jeder Tag mit Mieke besonders, auf seine Art und Weise. Und natürlich denke ich ganz oft darüber nach wie viel Glück wir mit ihr haben und wie gut sie zu uns passt (in guten und schlechten Momenten). Dennoch sind die Geburtstage immer wieder ein Zeitpunkt, an denen man Revue passieren lässt. Jedes Jahr in seinen Höhen und Tiefen vor dem geistigen Auge hat.

Liebstes Kind, wir sind stolz auf dich. Du bist ein Teil von uns und dabei so viel mehr als wir uns je erträumt haben. Dein Witz, deine Intelligenz, deine Feinfühligkeit...auch wenn wir dich sicher durch unsere eigene, rosa Brille sehen - du bist einfach etwas ganz Besonderes und wir sind dankbar dich bei uns zu haben.

Auf all die nächsten Jahre und wundervollen Geburtstage mit dir!



 
  


 

"Ene mene Popcorn, Amanda sei ein Einhorn...Hexhex."
 
 
 
 
 
Am Ende ein geschafftes, glückliches Kind (mindestens so wie die Eltern...). Zwei schöne, aufregende, anstrengende und tolle Tage liegen hinter uns und Mieke hat jede Minute genossen. Danke an alle, die diese Tage so besonders gemacht haben und uns auf diesem Weg begleiten. Ohne euch alle wäre alles nur halb so schön!

Taucherbrille: Jako-O
Kerzenset: Über Party Princess
Regenbogenkuchen: Rezept von Maria

28. November 2012

Müde.

Ich bin krank.

Trotz Obst und Sauna hat mich eine Erkältung gepackt. Obwohl ich schon wieder aufrecht stehe, verlangt mir jede noch so kleine Arbeit ziemlich viel Anstrengung ab. Da hilft wohl nur: ab ins Bett und Ruhe gönnen. Fällt dem unruhigen Kopf nicht immer so leicht.

Andererseits bin ich so müde. Müde, jeden Tag dieses Kind zu erziehen, jeden Tag aufs Neue zu erfahren wie launisch, bestimmend und auch herrisch Mieke sein kann.
Mein Mann war als Kind ein Abbild unserer Tochter - ebenso stur und eigensinnig.

Manchmal fehlt mir die Stimme mit ihr zu streiten.

Ich will mein Kind liebevoll erziehen, ihr dennoch Grenzen zeigen und sie spüren lassen, woran sie ist bei mir. Das gelingt mir mal gut, mal gar nicht. Im Moment weiß ich nie wie der Tag beginnt, verläuft, endet. Von himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Das ist anstrengend und lässt mich in mich zusammensacken.
Meine Stimme in laut finde ich nur bedingt gut. Allerdings will ich die Konflikte auch nicht überspielen oder davon ablenken. Das ist nicht meine Art und würde es ja auch nicht lösen.
Aber was macht man wenn das eigene Kind sich nicht davon abbringen lässt der Bestimmer zu sein? Ich meine, ohne Streit? Sie kann sich einfach nicht unterordnen. Sie kann es, glaube ich, wirklich nicht. Es gibt nur Bestimmer mit Streit ("das ist mein Zimmer und hier bestimme ICH!") und subtiler Bestimmer ("Ja Mama, genau den grünen Becher wollte ich haben, das hast du genau richtig gemacht."). Dabei ist sie doch gerade mal 3...

Nach wie vor unbefriedigend ist die Schlafsituation, wohl für uns alle. Keine Abend, an dem sie vor 21:00 Uhr die Augen schließt. Mittagsschlaf ist, seitdem lange großer Kampfschauplatz, mittlerweile Geschichte. Umso mehr würde man vermuten, dass dieses agile, sprudelnde Kind abends umfallen würde. Nichts da. Sie kämpft gegen die Müdigkeit. Mit aller Macht.
Morgens ist es dann eine Herausforderung sie ohne Quängelei aus dem Bett zu kriegen (und ich spreche von 8:00 Uhr!).

An ganz wenigen Tagen allerdings, da ist sie mal nicht herrisch und frech, sondern zuckersüß, fürsorglich, zärtlich, lustig, lieb. Dann ist es da wieder, meine geliebte kleine Tochter!
Ich weiß, dass es nicht immer Friede, Freude und erst Recht nicht Eierkuchen sein kann. Es ist nur so...nervraubend. So erschöpfend. So furchteinflößend.
Treffe ich den richtigen Ton? Bin ich zu streng? Zu lasch? Kann man etwas am Charakter formen? Was, wenn sie im Innersten nun mal so ist? Wie kann ich ihre andere, angenehme Seite mehr fordern und fördern?

Ich. Bin. So. Müde!