10. Februar 2011

Schritt für Schritt...

...wird mein kleines Baby groß!

Sie kuschelt sich in ihr eigenes kleines Kissen und fragt nach einer Zudecke.
Gibt der Tante im Krankenhaus jeden einzelnen Nucki für die kranken Babies.
Liest bei Schlummerlicht noch ihr derzeitiges Lieblingsbuch.
Singt fast vollständig Lieder.

Mag ich voll gern!

Morgen geht es in die Stadt, eine Belohnung aussuchen für das tapfere Nucki verschenken. Das hat sie nämlich wie eine Große gemacht!

Nachtrag: Es ist ein Plüsch-Pitti geworden, der sagen kann: "Ach du meine Nase, Platsch-Quatsch." Entwöhnung beendet.

So weit, so gut.

Die erste Nacht ist überstanden, ganz problemlos.
Heute morgen wurde zwar nach einem Nucki gefragt, aber da konnte ich ihr schon erklären, dass wir die doch gesammelt haben und den Babies schenken wollen. "Nein"..."Aber die brauchen den doch dringender und du kannst dir dafür was Schönes aussuchen, OK?"..."Mhhh. Ja!"

Die Krippe weiß auch Bescheid. Wir werden sehen.

9. Februar 2011

"Was Schönes".

Es gibt ja immer wieder so Sachen, die man sich - vor dem Eltern sein - so vornimmt:
Nicht im elterlichen Bettchen schlafen.
Töpfchentraining, sobald Mini sitzen kann.
Keine Schokolade (der größte Reinfall).

Und eben: Kein Nucki mehr, ganz schnell.
Paradox irgendwie, denn anfangs haben wir Mieke den kleinen Beruhigungshelfer ziemlich aufgedrängt, aus lauter Angst sie könne den Daumen nehmen. Dann hatte sie das Teilchen schließlich so ins Herz (und natürlich den Mund) geschlossen, dass es irgendwann gar nicht mehr ohne den geliebten Nucki ging. Das große Dilemma für mich: Ein sprechendes Kind mit Nuckel ist so furchtbar! Und schlecht verständlich! Und nicht gut für die Zähne. Und, und, und.
Wir haben heute also das Projekt: "Nucki-Entwöhnung" gestartet.

Ich habe Mieke seit einer Woche erzählt, dass wir, wenn sie zu groß für den Nuckel ist, alle in eine Box packen und die dann einem Baby schenken. Denn Babies weinen ja immer und brauchen das viel dringender. Und als Belohnung für das große Kind kann es sich "was Schönes" aussuchen.
Mieke hat ziemlich stumm genickt und ich dachte: "Klar, is wohl zu früh."
Aber heute hat Mieke mir die Geschichte nochmal erzählt und da haben wir es drauf ankommen lassen - alle geliebten Nuckis in eine Box gesteckt, jedem einzeln bye-bye gesagt - mach`s gut Elefant, Krokodil, Männchen, Giraffe, Teddy... - und sie ist nur mit ihrem Tuch bewaffnet in ihr Bett gegangen. Nach der Gute-Nacht-Geschichte hat sie nochmal danach gefragt, aber sich relativ protestlos ergeben.
Puhhh.

Ich bin sehr gespannt wie ihre Nacht so verläuft. Eingeschlafen ist sie ganz ohne... Und fast noch mehr gespannt bin ich, was sich die große Dame aussucht morgen. Versprochen ist versprochen!

5. Februar 2011

Männer

Woran merkt man,dass aus den Jungs Männer geworden sind? An folgendem Gespräch:
"Sagt mal,wie heißt eigentlich der Film,wo die Typen die ganze Zeit so 'n Fisch im Eimer rumtragen?"
"...Mhhh,das ist der Sandmann!"


Jungs werden Väter. Und dann Männer!

Wohnen, das ist nicht schwer - ein Haus kaufen hingegen sehr!

Wir waren gestern, wieder mal, bei einer Hausbesichtigung.

Mittlerweile ist mir schon klar, dass es sich immer um einen Kompromiss handeln wird.
Selbst wenn wir den Schneid hätten selbst zu bauen (was in den Dimensionen mit Firma im Haus ein ziemliches Mammut-Projekt wäre) - ein schönes Baugrundstück zu finden ist ebenso schwer, wie ein gut erhaltenes Haus.
Bye, bye Öko-Niedrigenergiehaus.... Es hätte schön werden können mit uns.
Ein Haus kaufen hatte ich mir auch einfacher vorgestellt. Gut, klar. Finanzierung, Kredit, Belastung - ich dachte das sein die schlimmsten Herausforderungen. Aber nein...Ein Haus finden gestaltet sich grad so schwierig.
Wir haben schon so einiges gesehen: Häuser, die wir hätten grundentkernen müssen, welche, die zu klein waren, Andere waren zu groß. Wieder Andere zu teuer. Oder die Lage hat uns nicht gepasst. Man wird extrem picky wenn es um so eine große Investition geht.
In unserer jetztigen Wohnung sagt man noch: "Gut, wir haben keinen Garten, na und?" Und:"Jaaaa, die Harzquerbahn fährt vor der Tür, ist doch auch romantisch, irgendwie...". Und für den Moment stimmt das ja auch, in einer Wohnung ist man viel eher bereit Abstriche zu machen. Die Erwartungshaltung beim Hauskauf ist eine andere - da will man DAS Haus haben. Das Haus, was aussieht wie nach Zu Hause im Glück.
Surprise, surprise: Nicht so leicht zu finden.

Das Haus gestern ist seit langem eine realistische Variante. Es ist groß genug um unseren Platzansprüchen zu genügen. Die Firma hätte eine Etage. Stellplätze sind da. Der Keller ist groß, hoch und trocken. Das Dach ist gemacht. Die Elektro auch. Die Fenster auch. Ruhige Lage.Alles große Pluspunkte. Das Grundstück ist verhältnismäßig klein, aber für uns völlig ausreichend. Ein Kinderpool, ein Grill, ein Baumhäuschen und ein Sandkasten finden Platz. Reicht!!!!
Der Catch: Es ist renovierungsbedürftig in 2 Etagen. Also Böden, Wände, Bäder. Was bei der Besichtigung erstmal für verhaltene Begeisterung sorgt. Aber eigentlich ist es ja nicht schlecht - da kann man gleich alles so machen, wie man es gerne hätte. Und für diese Arbeiten kennen wir einige Leute, die wir damit beauftragen könnten. Also Ausbau vs. gleich-einziehen.

Wo wir wieder bei der Frage wären: Was wollen wir???


Das Erwachsen-sein Ding. Is einfach schwierig.

4. Februar 2011

Das liebe Kind und der Schlaf

Es gibt da was, das beschäftigt mich intensivst.
Wir hatten nie Schlafprobleme mit unserem Kind, besonders in den ersten Monaten. Natürlich hat sie ab und an geweint, aber an das durchschlafen hat sie sich sehr schnell gewöhnt. Und auch abends-es gab Phasen, da hat Mieke geweint. wenn wir sie ins Bett gebracht haben. Aber das hat nie länger als 5 Minuten gedauert.
Wir waren immer der Ansicht, dass ein Baby auch ab und an das Recht hat unzufrieden zu sein und zu weinen und wir nicht jeden Kummer vermeiden oder besser machen können.
Eigentlich war ich damit ganz zufrieden und sie hat bis heute eigentlich ein gutes und stabiles Schlafverhalten.

Nun gibt es aber Kinder, die ticken da nicht ganz so. Die haben ein anderes Temperament oder beruhigen sich allein gar nicht mehr.
Ich habe mich schon öfter dabei ertappt, wie ich im tiefsten Inneren doch gedacht habe: Lasst es doch mal ein wenig in Ruhe, ein Kind, das schlafen will, schläft schon irgendwann.
Ganz schön arrogant, find ich grade.
Bei uns hat wenigstens die Notvariante Familienbett immer die Nacht gerettet. Also, wenn die Maus nicht schlafen konnte und trösten unmöglich war, dann schwupps, ab ins Bett und alles war gut. Mit wachsendem Alter hat sie zwar Probleme in der Nacht dann wieder in den Schlaf zu finden, aber in der Regel klappt das wirklich gut und ist entspannt und kuschelig. Und es ist ja auch nicht jede Nacht. Wir haben schon noch unsere Zweizeit...

Je mehr Bekannte ich allerdings mit "schlafgestörten" (wenn man das jetzt so nennen will, beziehungsweise: nicht so schlafen wie man es sich als Eltern wünschen würde...) Kindern habe, desto mehr lese ich auch drüber. Und plötzlich brennen sich Sätze ein wie: "Schreien bedeutet ein hohes Maß an Stress, das von Babys noch nicht richtig abgebaut werden kann." "Baby ist einsam in der Zeit, in der es schreit, egal ob 2, 5 oder 10 Minuten."
Und das klingt alles so schrecklich logisch!
Jetzt ist es da: Das schlechte Gewissen. Was, wenn mein Kind mal ein paar Minuten zu lange geschrien hat? Was, wenn es jetzt eine Störung kriegt?
Aus diesem Grund hasse ich Ratgeber. Sie malen alles schwarz-weiß und klingen doch in sich logisch stringent. Was bleibt ist der fade Beigeschmack, dass man irgendwas immer "falsch" macht. Es untergräbt mein eigenes Selbstbewusstsein und meine Mutterinstinkte. Dachte ich gestern noch: "Es ist schon alles OK so wie ich es mache, mein Bauch sagt das Richtige", bin ich heut hochgradig verunsichert und verschüchtert.Vielleicht sollten alle diese Bücher fortan mit Ignoranz gestraft werden.

Was ich gerne lese sind Bücher über die Entwicklung kleiner Kinder. Zu wissen, was das kleine Hirn schon leisten kann (oder was eben auch nicht)- das bringt mich weiter.
Es ist gut und wichtig aus tiefster Überzeugung zu wissen, dass ein Kind mit 2 Jahren bestimmte Dinge einfach noch nicht in sein kleines Köpfchen kriegt und die richtige Konsequenz zieht. Vorallem wenn es aus dem Nichts unglaubliche Sachen vollbringt, wo man dazu neigt ihm mehr zuzutrauen, als es kann.
Es ist nicht böswillig, es testet. Es lacht nicht aus Triumph, sondern vielleicht aus Freude. Es will nicht weh tun, es weiß noch nicht, dass bestimmte Dinge weh tun und welche Kraft es hat.
Und vorallem: es kann seine Gefühle noch nicht einordnen. Es ist fast schon hilflos, jetzt wo es weiß "Ich bin ich" und "Ich kann auch Nein sagen". Wie schwer muss es sein, wenn man seinen Willen nicht durchsetzen kann. Wenn man spürt, man gelangt an seine Grenzen. Wenn man weint und noch nicht weiß warum genau. Und das schlimmste: Man kann es nicht sagen. Man spürt nur: es ist nicht in Ordnung. Also weine ich. Es klingt für uns Erwachsene so trivial manchmal, aber mir tut das meist so leid. Ich hoffe sehr, dass ich ihr mit Liebe und Konsequenz durch diese Phase helfen kann und sie es bald versteht.
Wie enttäuscht bin ich jedes Mal auf's Neue, wenn ich keinen Kuss kriege wenn ich sie aus der Krippe hole. Oder überhaupt (Papa hingegen schon!!!). Andererseits versuche ich ihr ja gerade das beizubringen: Sag Nein, wenn du selbst grad keine Zärtlichkeiten magst oder geben willst. Das ist in Ordnung, du bist niemanden sein Kuscheltier.

Wir wachsen alle an diesem Prozess. An dieser unglaublichen Reise, die sich Eltern sein nennt.

To do

So viel liegt unangefasst da und ich weiß grad entweder nicht wo ich die Zeit hernehmen soll oder wo meine Motivation geblieben ist.

Wisst ihr noch? Eigentlich liebe ich backen! Aber das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht.
Das Fotobuch, dass spätestens im März fertig sein soll.
Die Bügelwäsche.
Die Mädls.

Unproduktiv, das ist wohl die beste Umschreibung. Und erschöpft. Von ichweißauchnichtwas.

Blog- und Nähprojekte sind im Kopf, aber finden partout nicht den Weg zur Umsetzung. Das ist so schade. Aber vielleicht sollte ich es einfach hinnehmen, dass es Phasen gibt, in denen nichts wachsen will.

2. Februar 2011

Konversation

Mieke: "Ich..glaube, Papa ist fertig schon mit arbeiten. Papa schläft. Mein Papa Christian."

Schatz, werd doch erstmal 2!!!

Rosa Puppen.

Ich habe es getan.

Vorweg: Ich habe mir immer ein Mädchen gewünscht. Als wir Mieke erstmals wirklich im Arm hatten und ich die endgültige Gewissheit hatte, dass mein Baby wirklich eine "sie" ist, war ich zutiefst glücklich.

Ich liebe ihre Mädchenhaftigkeit. Wenn sie sich Zöpfe machen will. Wenn sie Empathie zeigt. Wenn sie singt und tanzt. Wenn sie durchdreht, sobald Pferde in der Nähe sind. Alles prima!

Aber hey, Puppen??? Muss das wirklich sein? Klar, ich hatte auch eine Barbie, so im Grundschulalter. Aber bewusst mit Puppen gespielt? Daran kann ich mich nicht erinnern. Ich habe eher meine geliebtes Kuscheltier angezogen oder mit meinem Bruder Cowboy und Indianer mit den kleinen Plastefiguren gespielt.
Tja, let's face it: Mein Mädchen steht eben wirklich auf Puppen und straft Autos dafür mit Ignoranz.

Ich war also gestern in der Stadt und habe es getan: Die erste Puppe wird zum 2. Geburtstag in Miekes Besitz wandern. 3 Läden hat es gebraucht, bis ich das perfekte Püppchen gefunden hatte. Man wird ja nahezu erschlagen von all dem rosa und den dümmlich lächelnden Puppen, die on top auch alle was sagen können. Laut Spielwarenfachverkäuferin immer gern gekauft, weil pädagogisch so wertvoll. "Da lernt die Kleine gleich, wo Bauch und Beine sind". Hallo? Dafür brauch mein Kind doch keine Puppe, das weiß sie schon. Manchmal reden nämlich auch ihre Eltern mit ihr... Fakt ist, eine sprechende Puppe fällt aus. Viel zu nervig. Und eine, die nicht baden kann auch. WIe oft hat schon was 2 Tage auf der Heizung schlafen müssen, weil es klitschnass nach einer Badesession mit Mieke war. Klar, denn eine ordentliche Puppenmutti badet ihr Kind ja.

Wie sollte es anders sein ist es letztlich eine mittel- bis hochpreisige Puppe von Käthe Kruse geworden. Die darf eine Stunde bei 40°C planschen und hat keine rosa Sachen an. Jetzt fehlt nur noch ein schönes Holzbettchen (hier bin ich für Tipps sehr dankbar!) und der Outdoor-Puppenwagen. Den gibt es von Oma und Opa.

Und wehe, sie freut sich nicht!

1. Februar 2011

Model

Mieke: "Mama, Foto machen!"

Papa: "Und jetzt: Arme hoch. Und jetzt: Hinter den Kopf. Und jetzt so. Prima!!!"

Ich liebe diese Familie.