Es gibt ja immer wieder so Sachen, die man sich - vor dem Eltern sein - so vornimmt:
Nicht im elterlichen Bettchen schlafen.
Töpfchentraining, sobald Mini sitzen kann.
Keine Schokolade (der größte Reinfall).
Und eben: Kein Nucki mehr, ganz schnell.
Paradox irgendwie, denn anfangs haben wir Mieke den kleinen Beruhigungshelfer ziemlich aufgedrängt, aus lauter Angst sie könne den Daumen nehmen. Dann hatte sie das Teilchen schließlich so ins Herz (und natürlich den Mund) geschlossen, dass es irgendwann gar nicht mehr ohne den geliebten Nucki ging. Das große Dilemma für mich: Ein sprechendes Kind mit Nuckel ist so furchtbar! Und schlecht verständlich! Und nicht gut für die Zähne. Und, und, und.
Wir haben heute also das Projekt: "Nucki-Entwöhnung" gestartet.
Ich habe Mieke seit einer Woche erzählt, dass wir, wenn sie zu groß für den Nuckel ist, alle in eine Box packen und die dann einem Baby schenken. Denn Babies weinen ja immer und brauchen das viel dringender. Und als Belohnung für das große Kind kann es sich "was Schönes" aussuchen.
Mieke hat ziemlich stumm genickt und ich dachte: "Klar, is wohl zu früh."
Aber heute hat Mieke mir die Geschichte nochmal erzählt und da haben wir es drauf ankommen lassen - alle geliebten Nuckis in eine Box gesteckt, jedem einzeln bye-bye gesagt - mach`s gut Elefant, Krokodil, Männchen, Giraffe, Teddy... - und sie ist nur mit ihrem Tuch bewaffnet in ihr Bett gegangen. Nach der Gute-Nacht-Geschichte hat sie nochmal danach gefragt, aber sich relativ protestlos ergeben.
Puhhh.
Ich bin sehr gespannt wie ihre Nacht so verläuft. Eingeschlafen ist sie ganz ohne... Und fast noch mehr gespannt bin ich, was sich die große Dame aussucht morgen. Versprochen ist versprochen!
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